Qualität und Know-how
Internet-Akquise treibt den Export

Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland rechnen in diesem Jahr mit einem weiter steigenden Exportvolumen und wollen ihre Präsenz im Ausland ausbauen. Um dort Kunden zu gewinnen, setzen die Firmen neben dem traditionellen Messeauftritt zunehmend auf die Akquise per Internet.

bef DÜSSELDORF. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung unter 1 007 deutschen Mittelständlern. Danach steht das Internet als Mittel zur Förderung des Exports mittlerweile an erster Stelle: 85 Prozent der Firmen nutzen es für Marketing auf der eigenen Webseite und in steigendem Maß auch für Suchmaschinenmarketing. „Das Internet erweist sich als echter Treiber“, heißt es in der Untersuchung im Auftrag von Europages, einem der führenden Anbieter von Online-B2B-Geschäftsverzeichnissen in Europa. Die traditionellen Geschäftsverzeichnisse verlieren an Bedeutung: Nur knapp ein Viertel nutzt dieses Mittel noch bei der Kundengewinnung. Große Bedeutung haben weiterhin Besuche bei potenziellen Kunden und die Vertreternetze.

Die Präsenz auf internationalen Messen ist für die kleinen und mittleren Unternehmen nach wie vor unverzichtbar. Dies zeigt auch das steigende Interesse, das Messeveranstalter verzeichnen: Es gebe bei einigen Veranstaltungen zweistellige Zuwachsraten und vereinzelt sogar Wartelisten, heißt es beim Fachverband Messen und Ausstellungen in Potsdam. Vor allem im Konsumgüterbereich ziehe die Nachfrage an. Laut Europages nehmen 78 Prozent der Befragten mit Ständen an den wichtigsten Messen ihrer Branche teil.

Die 1 007 Mittelständler wurden auch um eine Einschätzung gebeten, was deutsche Produkte im Ausland auszeichne. Dabei zeigt sich, dass das Label „made in Germany“ allein nicht reicht: Kunden würden mit deutschen Herstellern vor allem wegen der Qualität der Produkte und ihres Know-hows Geschäfte machen. Mit Preisargumenten und besonders gutem Service hingegen könnten die Deutschen kaum punkten.

Die Stärke der heimischen Mittelständler bei Qualität und Know-how macht sie aber zugleich untereinander zu den größten Wettbewerbern. Laut den Studienergebnissen sehen die Firmen ihre Hauptkonkurrenten im eigenen Land (66 Prozent) und in den EU-Mitgliedstaaten (37 Prozent). Für 89 Prozent der Befragten ist die EU noch immer der wichtigste Exportmarkt – mit großem Abstand vor Nordamerika sowie Zentral- und Mittelasien.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%