Ratinggespräche
Mit Transparenz kommen Firmen bei Kreditgebern gut an

Müssen Mittelständler bei großen Aufträgen in Vorleistung treten, wird das oft zum Hindernis. Denn wegen der neuen Eigenkapitalregeln prüfen Banken noch stärker. Eine transparente Darstellung wirkt sich oft positiv aus.

RatingenDie Wirtschaft erlebt nach der heftigsten Krise seit den 1930er Jahren wieder einen starken Aufschwung. Die Auftragslage verbessert sich stetig, die befürchtete Kreditklemme ist nicht eingetreten. Dieser Aufschwung ist aber für viele Unternehmen eine Hürde, da der Liquiditätsbedarf zur Vorfinanzierung von Aufträgen drastisch ansteigt. Wird dieses Kapital über eine Bankfinanzierung beschafft, beginnen oft die Probleme.

Zum einen fordern strukturiert und sachlich denkende Banker - vor allem seit der Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers - belastbare und aussagefähige Informationen über möglichst einfache unternehmerische Geschäftsmodelle. Zum anderen werden Kreditinstitute aufgrund der neuen Eigenkapitalregeln nach Basel III künftig noch stärker die Bonität Kredit suchender Unternehmen prüfen und schlechte Risiken reduzieren. Unternehmer müssen den Banken zukünftig also deutlich mehr Informationen liefern.

Daneben spielen Sicherheiten eine immer größere Rolle. Können Unternehmer die erforderlichen Informationen nicht bereitstellen, droht ihnen die Ablehnung des Kreditantrags oder die Kündigung ausgelaufener Kredite. Diesen höheren Anforderungen müssen sich die Firmen stellen. Daher sollten sie sich für ihr Rating und die Frage, wie sich dieses verbessern lässt, interessieren und aktiv bei ihrer Bank nachfragen.

Das Rating besteht erstens aus den Unternehmenszahlen der Vergangenheit. Positiv beurteilen Banken vor allem eine möglichst hohe Eigenkapitalquote, gute Jahresüberschüsse und eine solide Liquidität. Zweitens sind die Zukunftsperspektiven wichtig. Diese sollten mit Planzahlen dargestellt werden. Besondere Bedeutung kommt den sogenannten weichen Daten zu. Diese kann der Unternehmer vielfach selbst beeinflussen, beispielsweise über die Qualität des Controllings, die Abhängigkeit von Großkunden, das Debitorenmanagement, die interne Unternehmensorganisation und vor allem eine frühzeitig geregelte Unternehmernachfolge.

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Weiche Daten sind besonders wichtig

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