Regelmäßige Orientierungsgespräche bringen Klarheit
Bürgenhaftung nicht erforderlich

Kooperation statt Konfrontation. Wird dieser Grundsatz von Bank und Kunde beachtet, so kann sich dieser Ansatz regelmäßig positiv auf die Geschäftsbeziehung auswirken.

Die positiven Wirkungen von Kooperation erfuhr Gregor W., geschäftsführender Gesellschafter eines Betriebes im Garten- und Landschaftsbau, nach diversen Gesprächen mit dem für das Kreditgeschäft zuständigen Vorstandsmitglied seiner Hausbank, der örtlichen Sparkasse. Die im Zuge der allgemein eher dürftigen Wirtschaftslage seit rund zwei Jahren rückläufigen Umsätze und Erträge seines Unternehmens führten zwangsläufig dazu, dass es mit der Sparkasse mittlerweile regelmäßige Gespräche vor allem über die strategische Ausrichtung des Betriebes und über die weitere Kreditbegleitung durch die Sparkasse gibt. Trotz der für beide Seiten teilweise schwierigen Verhandlungen sieht W. keinen Grund zur Klage. Offenbar trägt die langjährige Geschäftsbeziehung dazu bei, dass sich die Sparkasse auch in weniger erfreulichen Zeiten als seriöser und verlässlicher Partner darstellt.

Wesentlicher Schwerpunkt des vorerst letzten Gesprächs war die Neuordnung der Kreditsicherheiten. Bei einem Gesamtkreditvolumen einschließlich des Kontokorrentkredites auf dem Geschäftskonto von 280.000 Euro steht dem Kreditinstitut eine erststellige Grundschuld auf dem Betriebsgebäude von 300.000 Euro zu. Bei einem Verkehrswert der Immobilie von rund 500.000 Euro ist die Grundschuld also absolut werthaltig. Weitere Sicherheiten bestehen in Form von sicherungsübereigneten Fahrzeugen und einer Bürgschaft über 100.000 Euro, die von Frau W. vor etwa zwei Jahren unterschrieben wurde. Bei der letzten Bilanzbesprechung wurde W. von seinem Steuerberater darauf hingewiesen, dass diese Bürgschaft bei der Beurteilung aller Kreditsicherheiten eigentlich überflüssig sei. Außerdem könne Frau W. die möglichen Schulden aus der Bürgschaft ohnehin nicht bezahlen, da sie damit finanziell eindeutig überfordert wäre. Im Ergebnis solle W., so lautete der Rat des Steuerberaters, bei seinem nächsten Gespräch mit dem Vorstandsmitglied der Sparkasse um eine Rückgabe dieser Bürgschaft bitten. Ebenso überflüssig seien darüber hinaus die Sicherungsübereignungen der Fahrzeuge, da die Grundschuld über 300.000 Euro als Gesamtsicherung völlig ausreichend wäre.

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