Reinhold Würth wird 80
Ein Imperium auf Schrauben gebaut

Er gilt als einer der reichsten Menschen Deutschlands, ist für scharfe Worte bekannt und hat ein Imperium aus Schrauben aufgebaut: Reinhold Würth wird 80. Bei seiner Geburtstagsfeier dürfte er braun gebrannt sein.
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KünzelsauWenn Reinhold Würth auf sein Leben zurückblickt, gibt es nicht viel, das er rückgängig machen möchte. „Eigentlich bei den großen Entscheidungen nicht“, erzählt der als „Schraubenkönig“ bekannte Unternehmer aus dem baden-württembergischen Künzelsau. „Gleichwohl hätte ich ab und an gern einen zu scharf formulierten Satz zurückgeholt.“

Tatsächlich ist Würth, der am 20. April seinen 80. Geburtstag feiert, für deutliche Worte bekannt. Zuletzt rief er etwa die Außendienstmitarbeiter des gleichnamigen Handelskonzerns in einem Brandbrief auf, früher beim Kunden zu sein. „Bewirkt hat es sicher was“, meint er. „Wenn ich in meinem Alter noch so früh arbeiten kann, dann können die das auch.“ Auch zur Fußball-WM äußerte er sich jüngst besorgt über die Arbeitsmoral der Vertriebler.

Er selbst ist harte Arbeit von klein auf gewohnt: Sein Vater meldete ihn als 14-Jährigen von der Schule ab, um ihn als Lehrling auszubilden. Reinhold Würth war damals der zweite Mitarbeiter des Würth-Konzerns - heute ein Imperium aus Schrauben und Dübeln mit einem Umsatz von rund zehn Milliarden Euro.

„Er hat mich gedrillt, ab und an gab's etwas hinter die Löffel, aber heute bin ich dankbar“, sagt Würth rückblickend über seinen Vater. Nach dessen Tod übernahm er die Schraubengroßhandlung mit 19 Jahren. Im vergangenen Herbst feierte er sein 65-jähriges Arbeitsjubiläum.

Nur „Schraubenkönig“ lässt er sich nicht gern nennen. „Erstens bin ich kein König. Und zweitens ist ein König von Schrauben ja auch nicht sehr schmeichelhaft“, sagt er über seinen Beinamen.

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Schwer getroffen von der Steueraffäre

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