RFID hat Anfangsprobleme überwunden
Funk-Etiketten stehen vor dem Durchbruch

Bisher galt der Barcode als das Maß aller Dinge, wenn Unternehmen Waren und Bauteile identifizieren und ihren Weg verfolgen wollten. Für viele Anwendungen war der Barcode aber nicht geeignet, weil er nicht auf kleine Bauteile passt und er stets in Richtung des Scanners zeigen muss,um richtig gelesen zu werden. Jetzt wird die alte Technik von Funketiketten abgelöst.

BERLIN. Werma Signaltechnik stellt Signalleuchten, Hupen und Sirenen her. Die Produkte bestehen aus vielen Einzelteilen: Etwa 1 000 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten sind denkbar. Denn die Bauteile für Blitz-, Blink-, Dauer- oder LED-Licht gibt es für verschiedenste Spannungen und Farben. Um den Überblick zu behalten, setzt Werma auf Funktechnik: RFID-Transponder fungieren im Unternehmen seit drei Jahren als elektronische Warenbegleitscheine. Darauf gespeichert sind Artikelnummer, Typ und Farbe, Produktionsdatum, Stückzahl und Prüfhinweise. Der Transponder macht also nicht nur jeden Gegenstand identifizierbar, sondern gibt auch über seine Eigenschaften und seine Herkunft Auskunft.

Wie bei Werma hält die Transponder-Technologie in der Intralogistik von immer mehr Unternehmen Einzug. „Seit etwa zwei Jahren setzen deutlich mehr Firmen RFID ein als zuvor“, sagt Christian Meiss, Leiter des Open-ID-Center am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund. Bessere Transponder haben erst für großes Interesse, dann für Investitionen gesorgt. Viele Probleme wie die zeitgleiche Erfassung mehrerer Transponder haben die Hersteller mittlerweile gelöst.

„Die Anfragen zu RFID sind bei uns seit diesem Jahr zwar zurückgegangen. Dafür setzt eine deutlich größere Zahl der Interessenten die Technik jetzt auch wirklich um“, bestätigt Jos Fransen, Geschäftsführer der EURO I.D. Identifikationssysteme GmbH & Co. KG in Weilerswist. EURO I.D. bietet Systemlösungen mit Transpondern, Lesegeräten und Antennen an.

Bis zum vergangenen Jahr seien aus den wenigsten Kundenanfragen auch konkrete Aufträge hervorgegangen. Zu groß war die Unsicherheit in Bezug auf Sicherheit und Kosten. Nun sei das Vertrauen der Kunden in RFID gestiegen, glaubt Fransen. Die Technik hat sich weiter entwickelt und kann größere Lesereichweiten abdecken: „Man kann RFID als etabliert und erwachsen ansehen. Man muss nur seine Grenzen kennen.“

Dass nicht alle Anwender diese gleich erkannt haben, weiß Christian Meiss: „Aus einer anfänglichen Euphorie heraus haben viele Marktteilnehmer technisch zu anspruchsvolle Lösungen verlangt.“ Teilweise konnten diese dann den logistischen Anforderungen nicht standhalten.

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