Richtige Strategie entscheidend
Israel bietet Chancen für deutsche Sportartikel

Der steigende Lebensstandard der Israelis und die fortschreitende Übernahme westlicher Konsum- und Lebensgewohnheiten schaffen günstige Rahmenbedingungen für den Absatz von Sportartikeln. Die zunehmende Herausbildung einer trendbewussten und einkommensstarken Käuferschicht schafft neue Chancen im oberen Marktbereich, der für viele deutsche Anbieter von besonderem Interesse ist.

bfai JERUSALEM. Generell weist der Marktumfang eine steigende Tendenz auf. Allerdings ließ die Rezession 2001 bis 2003 die Einfuhr von Sportartikeln um rund 25% zurückgehen. Demgegenüber brachte die anschließende Wirtschaftserholung einen deutlichen Importanstieg mit sich. Im Jahre 2005 erreichten die Auslandsbezüge einen neuen Rekordstand.

Die in Israel praktizierten Sportarten werden stark von klimatischen und kulturellen Faktoren geprägt. Wintersportaktivitäten sind nur in sehr begrenztem Maße möglich: Während der kurzen Saison gibt es eine einzige Sportstätte auf den von Israel seit 1967 besetzten Golanhöhen. Auf der anderen Seite finden Taucher an der Rotmeerküste ein heimatliches Reiseziel vor. Typisch angelsächsische Sportarten wie Kricket, Baseball oder amerikanischer Football sind in dem europäisch geprägten Israel auf einen sehr kleinen Personenkreis beschränkt. Allerdings ist Basketball relativ populär. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich das Radfahren. Als fernöstlicher Einfluss ist das steigende Interesse an Kampfsportarten zu verzeichnen.

Besonders nachgefragt werden qualitativ hochwertige und teure Produkte, zudem nimmt das Interesse an ausrüstungsintensiven Sportarten zu. Dies hängt hauptsächlich mit einer wachsenden einkommensstarken sowie trendbewussten sozioökonomischen Schicht zusammen. Falls die positive Wirtschaftsentwicklung anhält, dürfte der entsprechende Personenkreis weiter zunehmen.

Mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 18 000 US-Dollar je Einwohner hat Israel das untere westeuropäische Niveau erreicht. Prognosen zufolge wird der Lebensstandard in den kommenden Jahren weiter steigen und den Rückstand gegenüber führenden westlichen Industrieländern verringern. Das wäre für den Absatz von Produkten zur Freizeitgestaltung und für Sportartikel eine gute Wachstumsgrundlage. Angesichts der hohen Importabhängigkeit des Marktes öffnen sich auch ausländischen Anbietern neue Chancen.

Wie israelische Experten ferner erklären, kommt es auch zu Nachfragesteigerungen in Nebenbereichen des Sportartikelmarktes wie Kleidung und -accessoires, Zubehör wie Schrittzähler, Pulsmesser und dergleichen. Ein wichtiges Marktsegment sind Fitness-Studios, die großenteils moderne Trainingsgeräte und -maschinen einsetzen. Über kommerzielle Studios hinaus, erkennen auch israelische Unternehmen firmeneigene Trainingsstudios, in zunehmendem Maße als ein wichtiges Instrument der Mitarbeitermotivation an.

Ein weiteres Schlüsselelement für den Erfolg ist nach Auffassung der Firma die Wahl geeigneter Vertriebspartner, zumeist sei der Einsatz eines Exklusivvertreters - ob Agent oder Vertriebshändler - zu empfehlen. Dank der starken Bindung an den deutschen Lieferanten zeige ein Exklusivvertreter in der Regel größeren Einsatz bei den Absatzbemühungen und könne bessere Ergebnisse erzielen. Durch die richtige absatzpolitische Strategie könnten sich deutsche Unternehmen in Israel dank der hohen Qualität durchaus neue Absatznischen erschließen.

Als Beispiel für einen erfolgreichen Marktauftritt nennt der israelische Sportartikelimporteur Dugla Import & Distribution Ltd. die Einfuhr von Fußballtoren: Laut einer Schätzung der Firma zufolge kommen 80% dieses Produkts aus Deutschland. Auf Wunsch leistet die Israelisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer Unternehmen bei der Ermittlung von Einstiegschancen und der Vermittlung potenzieller Vertriebspartner Hilfestellung.

Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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