Riedel Communications ermöglicht die Kommunikation auf den großen Veranstaltungen dieser Welt
Ein Wuppertaler in Griechenland

Ein mittelständisches Unternehmen aus Wuppertal sorgte bei den Olympischen Spielen in Athen für die gesamte sportbezogene Kommunikation. Auch ARD und ZDF griffen auf das Know-how des Familienunternehmens zurück.

HB DÜSSELDORF. Nein, der Hammerwerfer Riedel brachte keine olympische Medaille mit nach Hause. Dafür gab es einen Mittelständler gleichen Namens aus Wuppertal, für den das sportliche Großereignis in Athen eine ebenso große Herausforderung bedeutete – und die er bestens bewältigt hat: Die Riedel Communications GmbH hatte alle olympischen Sportstätten in Griechenland mit Kommunikationstechnik ausgestattet – ein Mammutprojekt. Bei den Sommerspielen 2004 war das über 100-köpfige Team um Firmengründer Thomas Riedel bei allen Wettkämpfen dabei. Rund 40 Spielstätten in Athen, Thessaloniki, Patras, Olympia, auf Kreta und an anderen Orten wurden von den Wuppertaler Spezialisten mit den in Deutschland entwickelten und gebauten Kommunikationsanlagen ausgestattet.

Als im Winter 1994 eine kleine Mannschaft des Familienunternehmers Riedel einen LKW mit Kommunikationstechnik für die Olympischen Winterspiele in Lillehammer belud, ahnte niemand, dass der Mittelständler zehn Jahre später mehr als 50 Tonnen Ausrüstung für die Sommerspiele nach Athen liefern würde – und damit einen Großteil der Kommunikationsgeräte für die Sommerspiele 2004 bereitstellen würde.

Die Vorbereitung des Großprojektes Olympia 2004 dauerte über ein Jahr, schilderte Riedel, der rund zwölf Millionen Euro Umsatz erzielt. Schon bei den offiziellen Testläufen für die Spiele, den Sport Events 2003, bewies der Wuppertaler, dass seine High-Tech-Anlagen funktionieren. Die Riedel GmbH belieferte bei den Olympischen Sommerspielen ein gutes Dutzend Organisationen und Firmen, die unmittelbar mit diesem Höhepunkt des Sportjahres 2004 verbunden waren. Die beiden größten Kunden waren das Olympische Komitee Griechenlands (ATHOC) und die für die Übertragung der Spiele gegründete Sendeanstalt Athens Olympics Broadcast (AOB).

Für das ATHOC betreute Riedel die gesamte sportbezogene Kommunikation. Sprachen in Athen beispielsweise Schiedsrichter mit Zeitnehmern oder Reporter mit der Regie in einem Studio außerhalb des Stadions, nutzen sie Riedels Technologie. Über die eingesetzten Intercom-Systeme konnten bis zu 1 200 Teilnehmer zeitgleich miteinander kommunizieren. Der Sender AOB, der für die Fernsehstationen in aller Welt die Bilder bereitstellte, nutzte für seine Kommunikation über 800 Riedel-Funkgeräte und die digitale Intercom-Matrix Artist. Um den störungsfreien Betrieb auch bei hoher Belastung durch andere Funkbetreiber zu sicheren, hatten die Techniker im Olympiastadion ein komplexes Filter- und Koppelnetzwerk aufgebaut.

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