Risikokapital stärkt Finanzkraft und sichert wertvolles Know-how
Wachstum clever finanzieren

Auch wenn die Banken ihre Geldschatullen für den Mittelstand inzwischen wieder etwas weiter öffnen – eine echte Alternative zum bilanzstärkenden Eigenkapital gibt es für viele Unternehmer nicht. Doch woher sollen die notwendigen Eigenmittel kommen?

DÜSSELDORF. „Für jene Unternehmen, die über ein großes Wachstumspotenzial verfügen und die einen langfristigen Investor suchen, bietet sich Venture Capital an“, sagt Holger Frommann, Geschäftführer des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften – German Private Equity and Venture Capital Association e.V. (BVK).

Venture Capital ist Risikokapital. Die Investoren beteiligen sich für durchschnittlich fünf bis sieben Jahre an einem Unternehmen, zum Beispiel durch die Übernahme von Kommandit- oder GmbH Anteilen beziehungsweise von Aktien nicht börsennotierter Unternehmen. Ins Alltagsgeschäft greifen die Kapitalgeber, die in der Regel zwischen einer halben und einer Million Euro zur Verfügung stellen, normalerweise nicht ein. Da sie Minderheitsgesellschafter sind, bleibt der Handlungsspielraum des Altgesellschafters erhalten. Mit vorab verabredeten, regelmäßigen Berichten zur Entwicklung des Unternehmens und frühzeitigen Informationen zu strategisch wichtigen Entscheidungen sind die meisten Gesellschaften zufrieden.

Allerdings schütten die Beteiligungsgesellschaften ihr Geld nicht mit der Gießkanne aus. „Von 100 Anfragen, die ein BVK-Mitglied erhält, kommen nur etwa 25 in die engere Wahl, und lediglich drei bis fünf Firmen erhalten am Ende tatsächlich Eigenkapital“, berichtet Frommann. Risikokapital ist eben kein Massengeschäft. Unternehmer, die bei ihrer Suche nach Eigenkapital erfolgreich sein wollen, müssen jährliche Wachstumsraten von 20 bis 30 Prozent nachweisen und über ein überzeugendes Management verfügen. Geld gibt es zum Beispiel für:

• das Umsetzen innovativer Ideen bis hin zum Bau vonPrototypen,

• die Gründungsphase eines Unternehmens,

• den Ausbau der Produktionskapazitäten,

• die Erweiterung der Produktpalette,

• die Erschließung neuer Märkte,

• die Finanzierung von Übernahmen,

• die Vorbereitung des Börsengangs

• die Durchführung vonManagement- Buy-outs beziehungsweise Management-Buy-ins zum Beispiel im Rahmen von Nachfolgeregelungen.

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