Risikomanagement
Firmen haben Sicherheitslücken

Das Bundeswirtschaftsministerium mahnt Unternehmen, das Thema Sicherheit zu vernachlässigen. Die Umsetzung von Risikomanagementsystemen bereite in vielen Firmen noch immer Schwierigkeiten, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Joachim Wuermeling dem Handelsblatt. Die Ausgestaltung des Risikomanagements könne über den Erfolg oder Misserfolg im nationalen und globalen Wettbewerb entscheiden.

str BERLIN. Wuermeling verwies auf die wachsende Verletzlichkeit der Unternehmen gegenüber Angriffen auf die Telekommunikationsinfrastruktur: „Es entstehen neue Formen der Bedrohung, die sich gegen die Hochtechnologieländer und deren nationale Informationsinfrastruktur richten“, sagte der Staatssekretär. „Die Telekommunikation stellt einen zentralen Bereich der nationalen Infrastruktur dar, weil Angriffe auf sie die gesamte Wirtschaft und Verwaltung eines Landes sowie die Regierungsfähigkeit gefährden“, so Wuermeling. Die Gestaltung der Sicherheit müsse gemeinsame Aufgabe von Herstellern, Netzbetreibern, Anbietern von Telekommunikationsdiensten, Kunden und Politik sein.

Der Staatssekretär wird das Thema am heutigen Mittwoch bei der Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft (ASW) ansprechen. Die ASW setzt sich dafür ein, dass Unternehmenssicherheit im Rahmen eines ganzheitlichen Risikomanagements als Führungsaufgabe verstanden wird. Die Arbeitsgemeinschaft befasst sich mit Themenfeldern wie IT-Sicherheit, Korruption, Bestechung sowie Industrie- und Wettbewerbsspionage.

In einigen Unternehmensleitungen gebe es durchaus Defizite bei der Risikoeinschätzung, räumte der ASW-Vorsitzende Thomas Menk am Dienstag ein. Manager hätten überwiegend die „physische Sicherheit“ im Blick, also den Schutz von Führungskräften, Mitarbeitern und Anlagen. Die Gefahren drohen mittlerweile aber auch auf einer anderen Ebene. Durch die rasante Verbreitung neuer Technologien im IT-Bereich in den Unternehmen und durch die Globalisierung der Wirtschaft hätten sich neue Bedrohungen in Form von Cyberkriminalität, Produktpiraterie und Geldwäsche entwickelt, heißt es bei der ASW.

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