Robin L. Fritz
Ein Diplomat und Anwalt

Kaum ein Frankfurter Hochhaus ist ohne die Beteiligung von Robin L. Fritz entstanden. Die Kanzlei des Immobilien-Anwalts gehört mit über 120 Anwälten in Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und Berlin zu den größten Deutschlands. Sein Netzwerk nutzt der ausgewiesene Diplomat auch für seine Mandanten.

Einen ebenso geschniegelten wie skrupellosen Anwalt spielt Michel Piccoli im Kinostreifen "Le Trio Infernal": Er veranlasst seine Geliebten Romy Schneider und Mascha Gonska dazu, ältere Verehrer zu heiraten und sie anschließend zum Abschluss hoher Lebensversicherungen zu überreden. Den Versicherungsfall führt der Anwalt dann höchstpersönlich herbei. Der französische Skandalfilm geht zurück auf den Fall eines Marseiller Anwalts, der in den 30er Jahren wegen seiner Greueltaten enthauptet worden sein soll.

Gier ist derzeit auch in der Finanzmetropole Frankfurt am Main das beherrschende Thema. So mancher Zeitgenosse sähe die Banker allzu gern auf dem Schafott - oder zumindest hinter Gittern. Derlei Populismus ist dem Anwalt und Diplomaten Robin L. Fritz ebenso fremd wie die Gier nach Macht und Geld. Nur dem Schauspieler Michel Piccoli sieht der 53-jährige geschäftsführende Partner der Sozietät FPS und Honorarkonsul der Tschechischen Republik verblüffend ähnlich. Und ganz so wie der große Charakterdarsteller weiß sich Fritz auf dem Frankfurter Parkett eloquent und charmant zu bewegen.

Doch damit hören die Gemeinsamkeiten auch auf. "Es gibt Anwälte, die zwei, drei Gesichter haben. Dazu gehört Robin nicht. Er ist kein Schauspieler", sagt Gerd Thomas über ihn. Der ehemalige Generalbevollmächtigte von Fresenius muss es wissen. Er hat nicht nur beruflich, sondern auch privat viel mit Anwälten zu tun - sein Bruder ist der bekannte Düsseldorfer Wirtschaftsstrafverteidiger Sven Thomas.

Schlagzeilen hat Fritz in den vergangenen Wochen vor allem deshalb gemacht, weil er die treibende Kraft hinter einer prominenten Erweiterung seiner Kanzlei war: FPS hat sich mit dem aus 29 Juristen bestehenden Berliner Büro Wicke Legal zusammengeschlossen. Die neue Kanzlei FPS Fritze Wicke Seelig zählt mit über 120 Anwälten in Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und Berlin zu den zehn größten nicht international eingebundenen deutschen Kanzleien.

Im Immobilienrecht gehört FPS in Frankfurt seit jeher zu den Großen der Branche. Kaum ein Hochhaus ist hier ohne maßgebliche Beteiligung der Kanzlei entstanden. Heute beraten FPS-Anwälte beim EZB-Neubau ebenso wie beim Frankfurter Flughafenausbau - und bei der Sanierung der Zwillingstürme der Deutschen Bank. Soll und Haben werden die beiden Wolkenkratzer im Volksmund genannt. Dass auch Rechtsberater etwas von Bilanzen verstehen müssen, hat der junge Robin Fritz bei seinem Förderer und Vorbild gelernt, dem Frankfurter Anwalt Hans-Georg Schmitt. Der war nicht nur ein exzellenter Jurist, sondern ein ebenso guter Kaufmann. "Die Juristerei ist eine kaufmännische Hilfswissenschaft", pflegte Schmitt zu sagen. Dessen Geradlinigkeit und Menschlichkeit gegenüber Mandanten imponieren Fritz bis heute. "Das ist ein völlig unausgegorenes Konzept. Ich will nicht dabei sein, wenn Sie Pleite gehen. Ich berate Sie nicht", hatte der einem Klienten einmal gesagt.

Bewusst verzichtet haben Fritz und seine Anwaltskollegen bei FPS auf das große Transaktionsgeschäft während der zurückliegenden Boomjahre. Die Partner achten darauf, sich nicht in Abhängigkeiten zu begeben: "Bei uns macht das Transaktionsgeschäft nicht mehr als 20 Prozent aus."

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