Rohschinken-Marktführer Abraham
Spanischer Schinken aus deutscher Hand

Mit der Übernahme des spanischen Schinkenherstellers Sanchez Alvarez S.L. in Toledo hat sich der deutsche Marktführer bei Rohschinken, die Gebrüder Abraham aus Seevetal bei Hamburg, den Einstieg in den spanischen Markt erschlossen und zugleich eine eigene Produktion von Serrano- und Iberico-Schinken für den deutschen Markt gesichert. Damit ist Abraham der einzige deutsche Anbieter mit eigener Produktionsstätte in Spanien.

HAMBURG. Für 8 bis 9 Mill. Euro hat das deutsche Familienunternehmen nach den Worten der geschäftsführenden Gesellschafter Jürgen und Rolf Abraham 80% der Anteile an Sanchez Alvarez aus Kreisen der Sanchez- Familie und von einem Finanzinvestor Ende 2005 und rückwirkend zum 1. Januar 2005 erworben. Die restlichen 20 % bleiben in den Händen des bisherigen Geschäftsführers Luis Sanchez. Das spanische Unternehmen produziert bisher mit 40 Mitarbeitern jährlich 200 000 Schinken primär für den spanischen Markt. Bisher hatte Abraham jährlich rund 1000 t Serrano-Schinken von spanischen Lieferanten bezogen und in seinen deutschen Werken zur Selbstbedienungsware verarbeitet.

Mitte des Jahres will Abraham mit Serrano-Schinken aus eigener Produktion in Deutschland auftreten. Daneben ist die Einführung von Iberico-Schinken, des so genannten Pata Negra auf deutschen Testmärken als Selbstbedienungsware geplant. Mit einer Reifezeit von 20 Monaten und mehr gilt der luftgetrocknete Iberico-Schinken als das absolute Premiumprodukt bei Rohschinken. Die Preise liegen im deutschen Handel bei sieben bis acht Euro pro 100 Gramm als SB-Ware und zwischen 65 und 89 Euro pro Kilogramm an der Bedienungstheke.

Dank des Einstiegs in Spanien ist der Umsatz von Abraham im Jahr 2005 von 158 auf 172 Mill. Euro gestiegen, der Auslandsumsatz von 17,6 auf 29 Mill. Euro. Produziert wurden 3,8 (3,6) Millionen Rohschinken. Neben dem Zuwachs in bestehenden Exportländern hat sich Abraham 2005 Griechenland, Portugal und die Schweiz als neue Absatzmärkte erschlossen.

In Deutschland reklamiert Abraham einen Marktanteil am Rohschinkenmarkt von 23 Prozent für sich und steht damit unangefochten auf dem ersten Rang. Über den Ertrag schweigen sich die Brüder Abraham traditionell aus, um keine Begehrlichkeiten beim Handel zu wecken. Dem Unternehmen gelingt seit Jahren der Spagat, zugleich die deutschen Discounter wie den Lebensmitteleinzelhandel zu beliefern.

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