Rückgang zum Vorjahr
Firmenpleiten kosten 31 Milliarden Euro

Die Zahl der Firmenpleiten wird in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge schrumpfen – und das merklich. Grund sind die anspringende Konjunktur und die gelockerte Kreditvergabe der Banken. Der Schaden ist dennoch weiterhin immens.

HB FRANKFURT. 2006 sei mit einem Rückgang der Firmenpleiten um 15,1 Prozent auf 31 300 zu rechnen, teilte der Verband der Vereine Creditreform am Donnerstag in Frankfurt mit. Durch die Insolvenzen seien 473 000 Arbeitsplätze verloren gegangen oder in akuter Gefahr. Im Vorjahr waren den Pleiten noch 17 Prozent mehr Arbeitsplätze zum Opfer gefallen. Der volkswirtschaftliche Schaden durch Insolvenzen beträgt 2006 den Angaben zufolge 31,1 Mrd. Euro nach 37,5 Mrd. im Vorjahr.

Im Baugewerbe ist Creditreform zufolge der größte Rückgang der Insolvenzen zu verzeichnen. Mit rund 6 000 zahlungsunfähigen oder überschuldeten Unternehmen zählte Creditreform 22 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Branche ist aber nach wie vor diejenige mit den meisten Insolvenzen: Auf 10 000 Unternehmen kommen 196 Pleiten, im Handel sind es nur 93.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen wird hingegen nach Verbandsschätzung 2006 um 30,2 Prozent auf 89 700 steigen. Dadurch werde sich die Gesamtzahl der Insolvenzen um 12,1 Prozent auf den Rekordwert von 153 100 erhöhen.

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