Sany und Putzmeister
Die „perfekte Ehe“ unter Maschinenbauern

Kauft ein Konzern aus Asien ein deutsches Unternehmen, ist die Skepsis erst einmal groß. Zurecht, denn schon oft gingen solche Projekte schief. Chinas Maschinenbauer Sany will bei Putzmeister alles besser machen.
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ChangshaEr ist Milliardär, er hat gerade ein großes deutsches Unternehmen gekauft, und er sieht seine Aufgabe auch psychologisch. "Wir brauchen Zeit, uns kennenzulernen und gegenseitig zu akzeptieren", sagt Xiang Wenbo, Chef des chinesischen Baumaschinenkonzerns Sany Heavy Industry. Im Januar hat Sany die Übernahme des deutschen Betonpumpenherstellers Putzmeister bekanntgegeben - und ist nun damit beschäftigt, den Zukauf zu verdauen. Die chinesischen Manager befänden sich in enger Abstimmung mit der deutschen Belegschaft auf der Suche nach der richtigen Strategie, sagt Xiang. "Bisher fühlen sich alle Beteiligten gut dabei."

So harmonisch das klingt: Die Nachricht von dem chinesisch-deutschen Zukauf war wie eine Bombe eingeschlagen. Noch nie hat ein chinesisches Unternehmen einen vergleichbaren deutschen Traditionshersteller und Weltmarktführer übernommen. Und noch nie haben Asiaten so viel Geld für eine deutsche Firma hingeblättert. Der Preis für das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Aichtal soll bei 360 Millionen Euro gelegen haben.

An solche Meldungen wird die deutsche Wirtschaft sich gewöhnen müssen. Die Übernahme steht für einen Trend, der sich nach Ansicht von Experten in den kommenden Jahren noch deutlich verstärken wird. "Schon für das laufende Jahr erwarten wir, dass sich noch einiges tut", sagt Sun Yi, als Partnerin bei Ernst & Young Deutschland für das Chinageschäft zuständig.

Die Motive der chinesischen Käufer ähneln sich. Sie wollen sich fortschrittliche Technik aneignen, sie wollen sich mit eingeführten Marken schmücken, und sie wollen einen Brückenkopf in Europa aufbauen.

China war 2011 in Deutschland bereits der größte ausländische Investor vor den USA. Nicht alle Beteiligten sehen den Vormarsch der Chinesen mit Begeisterung. Am Putzmeister-Standort in Aichtal beispielsweise herrscht Misstrauen: Bleiben die Arbeitsplätze erhalten?

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Am Ende gehen die Lichter aus

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Management bleibt im Amt

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