Schubert-Unternehmensgruppe
Zu Weihnachten kein Wort übers Geschäft

Die Düsseldorfer Schubert-Unternehmensgruppe gehört zu den Top-20 unter Deutschlands Gebäudedienstleistern - und das, ohne auch nur einen einzigen Wettbewerber in der über 40-Jährigen Unternehmensgeschichte übernommen zu haben. Kirsten Schubert geht die Unabhängigkeit des Gebäudemanagements über alles. Ihre Devise lautet: Wachstum aus eigener Kraft.

HAMBURG. Unternehmen, die mehr Kunden wollen, können sich einfach welche kaufen. Sie übernehmen Konkurrenten - so sie das Geld dazu haben - und verleiben sich deren Kunden ein. Fast alle globalen Unternehmen dieser Welt wuchsen durch solche Gefräßigkeit, ebenso Deutschlands mittelständische Familien-Konzerne.

Mit Ausnahme der Schubert-Gruppe aus Düsseldorf, die hat in über 40 Jahren Unternehmensgeschichte noch nie auch nur einen Wettbewerber übernommen. "In der Dienstleistungsbranche kaufen Sie ja dabei kein Know-how, sondern Aufträge. Und die können wir uns auch selber verschaffen," erklärt Geschäftsführerin Kirsten Schubert ihre Unternehmensphilosophie. In der Tat: Mit über 8 500 Mitarbeitern, einem Umsatz von 233 Millionen Euro und etwa 1 000 Kunden gehören die Düsseldorfer zu den Top-20 unter Deutschlands Gebäudedienstleistern. Schuberts Vater Christoph kümmerte sich Ende der 60er-Jahre zuerst um das Reinigen von Büros und Amtsstuben der Stadt Düsseldorf. Kirsten Schubert trägt seit fünf Jahren Verantwortung als eine von drei Geschäftsführern, wobei die beiden anderen nicht zur Familie gehören. Dass Kirsten Schubert irgendwann diese Rolle einnehmen würde, zeichnete sich schon früh ab: "Ich habe mit 13 Jahren die Teddys an meine Schwester verschenkt und angefangen Zeitung zu lesen."

Schon als Teenager begleitete sie den Vater auch regelmäßig in den Betrieb, später studiere sie BWL und promovierte. Seit elf Jahren ist sie dabei, seit vier Jahren in der Geschäftsführung. Der Vater zog sich vor fünf Jahren aus dem Tagesgeschäft zurück, Tochter Kirsten baut die Leistungspalette konsequent weiter aus und betreibt mittlerweile selbst unzählige Einrichtungen.

In Berlin-Buch zum Beispiel übernahm sie nach der Wende einen Forschungscampus mit 100 Mitarbeitern, kümmert sich seitdem um sämtliche Aufgaben, die einen reibungslosen Forschungsbetrieb ermöglichen: Hausmeisterei, Verpflegung, Reinigung und Bewachung.

In Rundum-Angeboten wie dem von Schubert liegt die Zukunft der Gebäude Services, glauben Branchenexperten. Elke Kuhlmann, Geschäftsführerin des Deutschen Verbands für Facility Management: "Das belegen alle Marktforschungen. Es hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass jeder das tun sollte, was er am besten beherrscht - sein Kerngeschäft." Das Kerngeschäft von Kliniken ist es, Menschen medizinisch zu versorgen und zu heilen. Der Patienten-Transport auf dem Klinikgelände gehört nicht unbedingt dazu, die Ernährung nicht und die Reinigung der Räume erst recht nicht. Um diese Dinge kümmert sich die Schubert-Gruppe, konzipiert Küchen wie Kantinen und betreibt sie mit eigenem Personal. Für die 3 000 Essen täglich, die die Schubert Unternehmensgruppe für die AWO Nordhessen kocht, wurde sie kürzlich von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ausgezeichnet. Und inzwischen versorgt sie Patienten gar mit einer eigenen Spezialmenü-Linie namens Schubert Balance.

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