Schulranzen

Das Geschäft mit Piraten und Prinzessinnen

Auch in den letzten Bundesländern gehen die Ferien dem Ende entgegen. Beim ersten Läuten der Schulglocke entbrennt der Streit um den schönsten Ranzen. Dabei konkurrieren drei deutsche Firmen. Doch sie haben ein Problem.
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In Deutschland wurden im letzten Jahr mit Schulbedarf 469 Millionen Euro umgesetzt. Quelle: dpa

In Deutschland wurden im letzten Jahr mit Schulbedarf 469 Millionen Euro umgesetzt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Schulranzen gehört zum ersten Schultag wie das erste Klassenfoto und die vollgepackte Schultüte. Die Ausstattung der lieben Kleinen lassen sich die Eltern in Deutschland gerne etwas kosten: Durchschnittlich 215 Euro geben sie in diesem Jahr dafür aus, das sind 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Das ergab eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Der Löwenanteil entfällt auf den richtigen Ranzen. Da darf es für viele Eltern nur das Beste sein: Zum Beispiel der „Nano Active Light“ der Firma Scout, sozusagen die S-Klasse der Schulranzen. Das Komplettset mit diversen Taschen und Mäppchen kostet 260 Euro. Wo Papis Mercedes mit adaptivem Kurvenlicht glänzt, kann der Ranzen des Sohnemanns mit einer zuschaltbaren LED-Beleuchtung aufwarten. Sie soll in der dunklen Jahreszeit für bessere Sichtbarkeit sorgen. Solche Hightech-Ausstattung kommt bei den Eltern besonders gut an, sagt Denise Ullrich von der Marktforschungsfirma Iconkids. Sie legten vor allem Wert auf Sicherheit und Tragekomfort.

Den Kindern geht es dagegen weniger um Reflexstreifen oder ergonomische Tragesysteme als um schöne Farben und Motive. Wobei die Ansichten dazu, was schön ist und was nicht, mitunter deutlich auseinandergehen. „Die Kinder wollen tragen, was als angesagt gilt“, sagt Ulrich. Und das ändert sich jährlich, weshalb die Ranzenbauer intensive Marktforschung betreiben. „Die Hersteller testen ihre Kollektionen schon im Kindergarten.“

So buhlen Schmetterlinge und Dinosaurier, Piraten und Prinzessinnen um die Gunst der jungen Zielgruppe. Erstklässler können zwar zwischen unzähligen Motiven wählen, doch die meisten Ranzen werden von drei deutschen Firmen hergestellt. Über Jahrzehnte hinweg dominierten die beiden Mittelständler Alfred Sternjakob („Scout“) und Thorka („McNeill“) den deutschen Markt. Seit mittlerweile 15 Jahren macht die Firma Hama aus dem bayrischen Monheim den beiden Platzhirschen ihre Marktanteile strittig. Die drei Unternehmen kämpfen um eine genau definierte Kundschaft.

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  • Am besten der Staat verkauft einen ! vernüftigen die Schulranzentyp zu Herstellungskosten. Fertig.

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