Schwarze Zahlen in Sicht: Triumph-Adler schafft die Wende

Schwarze Zahlen in Sicht
Triumph-Adler schafft die Wende

Der einstige Hersteller von Schreibmaschinen erfindet sich neu – mit Büro-Dienstleistungen rund um Drucker, Fax, Kopierer und digitale Archive. Damit will man sich auch gegen deutlich größere Konkurrenten behaupten.
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FrankfurtNach mehreren Verlustjahren rückt der Turn-around beim Bürodienstleister Triumph-Adler in greifbare Nähe. „Im letzten Quartal unseres Geschäftsjahrs bis März 2012 werden wir unter dem Strich schwarze Zahlen schreiben“, sagt Guiscardo Pin, Geschäftsführer (COO) von Triumph-Adler (TA), im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Nächstes Jahr können wir dann voll durchstarten.“ Damit hat der einst führende Schreibmaschinenhersteller den Wandel zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen geschafft.

Nach dem Aus der Schreibmaschine und diversen Eigentümer- und Strategiewechseln war TA lange am Boden gewesen. Seit etwa zehn Jahren konzentriert sich die Nürnberger Traditionsfirma, die inzwischen zum japanischen Kyocera-Konzern gehört, auf das Dokumentengeschäft. Das umfasst nicht nur die Bereitstellung und Wartung von Druckern, Faxgeräten und Kopierern, sondern auch die digitale Archivierung von Dokumenten.

Um mit dieser Strategie schwarze Zahlen zu schreiben, hat Triumph-Adler ein paar Jahre gebraucht. Noch 2009 fuhr TA bei Umsätzen von 287,5 Millionen Euro einen Jahresverlust von 13,7 Millionen ein.

Der im November 2010 angetretene Pin sagt: „Mein erstes Ziel war, so schnell wie möglich auf profitables Wachstum umzuschalten.“ Dazu habe er die Vertriebsstrukturen enger vernetzt und eine noch größere lokale Nähe zu den Mittelstandskunden, der Hauptzielgruppe von TA, geschaffen.

Zudem hat Pin die Betreuung von Großkunden forciert. Das größte Wachstumspotenzial sieht der Manager dabei im Gesundheitsmarkt: „Die Einsparpotenziale in Krankenhäusern sind riesig.“ TA profitiere von dem Investitionsstau der vergangenen Jahre. Über 700 Kliniken und Krankenhäuser betreut das Unternehmen bereits, darunter die Sana Kliniken, Mediclin und die Klinik-Gruppe Dr. Guth. Geschäftsführer Pin erklärt: „Die Kliniken, die mit uns zusammenarbeiten, können sich voll und ganz um das Wohl der Patienten kümmern.“ TA übernimmt alle Services, die dahinter liegen: Das Unternehmen stellt Hard- und Software bereit, kümmert sich um den Toner-Support und archiviert die Patientenakten.

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