Schwarzwälder Traditionsunternehmen
Investoren verhandeln mit Uhrenhersteller Junghans

Die Verhandlungen mit möglichen Investoren beim insolventen Uhrenhersteller Junghans laufen auf Hochtouren.

HB FRANKFURT/SCHRAMBERG. "Wir sind auf einem guten Weg. Es gibt zahlreiche Gespräche mit potenziellen Investoren, darunter vor allem solche, die nicht nur an der Marke Junghans, sondern an dem Gesamtunternehmen interessiert sind", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Georg Bernsau am Dienstag in Frankfurt. Er will das traditionsreiche Unternehmen aus dem Konsum- und Luxusgüterkonzern Egana-Goldpfeil herauslösen, der selber in Teilen insolvent ist. Ziel sei die erfolgreiche Fortführung des Unternehmens und der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze.

Löhne und Gehälter der Mitarbeiter seien auch weiterhin gesichert. Rückwirkend für August seien die 115 Beschäftigten bezahlt worden. Auch in den kommenden Monaten sollen ihre Löhne und Gehälter über Insolvenzgeld gesichert sein, teilte Bernsau weiter mit.

Die Junghans Uhren GmbH aus dem Schwarzwald hatte wegen finanzieller Probleme der Muttergesellschaft Egana-Goldpfeil Ende August Insolvenz angemeldet. Als Grund hatte der Insolvenzverwalter ein schwieriges Marktumfeld, sich verschärfenden Wettbewerb und Forderungsausfälle gegenüber anderen Unternehmen genannt.

Der Konsum- und Luxusgüterkonzern Egana-Goldpfeil hat seinen Hauptsitz in Hongkong und die Europazentrale in Offenbach. Das Unternehmen hatte im August für den europäischen Teil seines Geschäfts Insolvenz angemeldet. Die Zahlungsunfähigkeit ist den Angaben zufolge auf Probleme mit chinesischen Zoll- und Steuerangelegenheiten zurückzuführen. Zu den Marken des börsennotierten Unternehmens mit weltweit 7 000 und in Deutschland 2 000 Mitarbeitern gehört unter anderem auch der Schuhhersteller Salamander.

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