Serie: Wachstumsmärkte in Osteuropa: Ein Steuerparadies für Unternehmen

Serie: Wachstumsmärkte in Osteuropa
Ein Steuerparadies für Unternehmen

Noch ist Bulgarien in der EU Schlusslicht. Bei nahezu allen wirtschaftlichen und sozialen Parametern liegt das Land in der Gemeinschaft auf dem letzten Platz. Trotzdem gehört der Staat zu den interessantesten Absatzmärkten für die deutsche Wirtschaft in Osteuropa. Dass dies auch so bleiben wird, dafür sprechen gleich mehrere Faktoren.

bfai/HB SOFIA. Ausländern winken durch Bulgariens EU-Beitritt noch bessere Geschäfte auf einem bisher schon dynamischen Markt. Angesichts der noch großen Wohlstandslücke gegenüber dem Durchschnitt der EU-25 hat ein hohes Wachstum im wirtschaftspolitischen Konzept der Regierung Priorität.

Auch die Senkung der Körperschaftsteuer ab 1.1.07 auf 10% macht Bulgarien als Investitionsstandort attraktiv. Zusammen mit Zypern verfügt das Land in der EU-27 dann über die niedrigsten Unternehmenssteuern. Experten haben errechnet, dass allein den bulgarischen Unternehmen durch die Steuersenkung 2007 rund 150 Mill. Euro mehr für Investitionen zur Verfügung stehen werden.

Bulgarien ist zwar einkommens- und strukturschwach. Bei der Verteilung der EU-Mittel sind dies jedoch Vorteile. Mit annähernd zwölf Milliarden Euro aus Brüssel kann der Balkanstaat von 2007 bis 2013 rechnen. Hinzu kommen 1,2 Milliarden Euro aus den Vorbeitrittsprogrammen, die bis 2011 weiterlaufen. „Wenn wir diese Mittel wirklich bekommen und effizient einsetzen, werden sie einen enormen Beitrag zu unserer sozialökonomischen Entwicklung leisten“, meint Finanzminister Plamen Orescharski. Die deutschen Unternehmen können angesichts dessen darauf bauen, dass ihre Lieferungen nach Bulgarien mittelfristig weiter mit zweistelligen Raten wachsen werden.

Geschäftschancen bieten sich vor allem Firmen mit den Schwerpunkten Infrastruktur und Umwelt. Dafür sind laut "Nationaler Strategie" der bulgarischen Regierung bis 2015 Investitionen im Wert von 3,6 Mrd. Euro vorgesehen. Der Großteil davon - knapp 2,1 Mrd. Euro - ist für den Bau von städtischen Klär- und Kanalisationsanlagen reserviert. 750 Mill. Euro kosten voraussichtlich die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserversorgung der Bevölkerung. Noch ein wenig mehr - 797 Mill. Euro - ist in der Nationalstrategie für Ausrüstungen und Anlagen zur Sammlung, Lagerung und Verwertung von Hausmüll und festen Abfallstoffen verplant.

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