Serviceroboter
Aufmarsch der digitalen Dienstboten

Immer mehr Unternehmen profitieren von dem Einsatz von Robotern. Überall, wo Ermüdung, Zeitdruck oder die begrenzte menschliche Wahrnehmungsfähigkeit für Schwierigkeiten sorgen können, siegt die Maschine. Mittlerweile interessieren sich sogar Privatkunden für ihre vielseitigen Servicetätigkeiten.

AUGSBURG. Jens Hanke, Gründer und Geschäftsführer der Robowatch Technologies GmbH Berlin, ist stolz: „Mosro und Ofro sind vor wenigen Wochen in Beijing angekommen“, verkündet der gelernte Genomforscher. Denn eigentlich wollte er sich nur einen Kindheitstraum erfüllen, als er seinen ersten Roboter baute. Mittlerweile gehört sein Unternehmen zum festen Kern der europäischen Industrie.

Nun sollen seine fahrbaren Sicherheitsroboter das Olympiastadion während der Sommerspiele bewachen. Schon bei der Fußball-WM in Berlin vor zwei Jahren patroullierten die knapp 120 Zentimeter hohen Wachmänner über die Fußballfelder um Eindringlinge, Brände oder austretende Gase zu orten. Mithilfe einer Thermokamera lokalisiert Ofro Eindringlinge und fremde Gegenstände, während Mosro sich im Gebäude um austretende Gase oder Rauchentwicklung kümmert. Gemeldet wird über GPRS-Funksignal oder eine Wireless-LAN-Verbindung an die Überwachungszentrale.

Immer mehr Unternehmen profitieren von den Einsätzen solche Blechgehilfen. Überall, wo Ermüdung, Zeitdruck oder die begrenzte menschliche Wahrnehmungsfähigkeit für Schwierigkeiten sorgen können, siegt die Maschine. Roboter fahren lange Strecken, spüren über spezielle Sensorik Sprengstoffe auf und erkennen in der Landwirtschaft frühzeitig Krankheiten durch die Auswertung riesiger Datenberge. Auch Unternehmen der Automatisierungsbranche freuen sich über den kommenden Markt für Service-Roboter – als zweites Standbein neben dem Hauptgeschäft.

„Wo man Angst um Menschen hat oder eine lückenlose Überwachung gefordert ist, setzt man mittlerweile gerne auf Service-Roboter“, sagt Robowatch-Gründer Jens Hanke. Das war nicht immer so. Noch vor Kurzem stieß er etwa auf großen Widerstand: Bis die elektronischen Wächter Mosro und Ofro bei der Fußball-WM in Berlin installiert werden konnten, habe es ganze zwei Jahre gedauert, erzählt Hanke. Es war nicht nur eine komplizierte Ausschreibung zu überwinden, sondern auch unzählige Behördengänge und Architekten, die sich gegen die Technik sträubten. In Tschechien habe eine ähnliche Installation dagegen nur zwei Monate gedauert.

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