Sicherheit
Fingerabdruck-Scanner lassen den Biometriemarkt wachsen

Zutrittskontrolle per Biometrie wird immer beliebter. Auch Gesichts-, Iris- und Stimmerkennung setzen sich durch. Die Systeme gelten als besonders manipulationssicher. Doch Unternehmer kämpfen noch mit Vorbehalten der Mitarbeiter.

KÖLN. Bei der "Work in Progress Textilhandels GmbH" in Weil am Rhein in Baden-Württemberg können Mitarbeiter Türen mit einem Finger öffnen. Seit vergangenem Sommer benutzt das Unternehmen Fingerabdruck-Scanner für die Zugangskontrolle. "Nachdem wir ein neues Logistikzentrum gebaut hatten, mussten wir dringend den Zutritt regeln, da es zu unübersichtlich wurde", berichtet Projektleiter Tom Freund. Mitarbeiter sollten ohne Probleme hereinkommen, Lieferanten sich jedoch vorher anmelden müssen.

Mittelständische Unternehmen nutzen immer häufiger die Zutrittskontrolle per Biometrie. Für diese Technologie sprechen vor allem Sicherheits- und Bequemlichkeitsgründe. Biometrische Merkmale wie der Fingerabdruck oder die Irisstruktur der Augen sind bei jedem Menschen anders ausgeprägt und damit eindeutig einem Mitarbeiter zuzuordnen. So ist es nur mit großem Aufwand möglich, die Systeme zu überlisten.

Etwa 48 Prozent der Unternehmen, die biometrische Zutrittskontrollen nutzten, verwenden die Identifikation über den Fingerabdruck, belegen Zahlen der Unternehmensberatung Roland Berger. Sieben Prozent der Unternehmen verwenden das Scannen der Handgeometrie, acht Prozent Stimmerkennung, zehn Prozent Iris-Erkennung und 22 Prozent Gesichtserkennung.

In den kommenden Jahren wird der Biometrie-Markt in Deutschland rasant wachsen, erwartet Roland Berger. Schon im Jahr 2010 wird er ein Volumen von 300 Mio. Euro haben. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 waren es erst 120 Mio. Euro.

Bei "Work in Progress" kommen täglich bis zu zehn Besucher in das Logistikzentrum - zum Beispiel Lieferanten. Die Außentür zum Foyer bleibt offen, damit sie sich anmelden können. Die innere Tür dagegen lässt sich nur per Fingerabdruck öffnen. Von den rund 100 Mitarbeitern sind etwa 70 für das Biometrie-System registriert. Damit sich die Türen öffnen, ziehen sie einfach ihren Finger über ein Lesegerät. Darin scannt ein thermischer Sensor die Haut und erkennt die minimalen Temperaturunterschiede zwischen den Fingerrillen. Dadurch entsteht ein Bild der individuellen Verzweigungen auf der Haut. Zwölf dieser Merkmale reichen aus, um den Fingerabdruck eindeutig einem Menschen zuordnen zu können.

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