Sicherheit
Im Fadenkreuz der Industriespione

Die Gefahr von Produktpiraterie und Plagiaten hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Mittelständler sind besonders anfällig für den Diebstahl von Informationen. Sie sollten ihre MItarbeiter sensibilisieren.

KÖLN. Der Bau von Ölpipelines ist ein lukratives Geschäft. Entsprechend hart ist der Wettbewerb. Das bekam Eginhard Vietz deutlich zu spüren. Mit der Lasertechnologie des Unternehmers lassen sich Pipelines deutlich schneller verlegen. Das weckte das Interesse der Konkurrenz: Nicht nur der US-Geheimdienst CIA versuchte auf seine Computer zuzugreifen, sondern auch Spione eines chinesischen Unternehmens, berichtet Vietz.

Dass ausländische Firmen oder Geheimdienste deutsche Unternehmen ins Visier nehmen, ist kein Einzelfall. Die Gefahr von Produktpiraterie und Plagiaten hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Auf 50 Mrd. Euro schätzt das Bundesamt für Verfassungsschutz den jährlichen Schaden durch Spionage für die deutsche Wirtschaft. Besonders anfällig sind Mittelständler.

Eine Studie der Beratungsgesellschaft Corporate Trust bestätigt: 96 Prozent der Spionageschäden entfallen auf kleine und mittelständische Unternehmen. Dabei kann die richtige Abwehrtechnik zahlreiche Angriffe verhindern.

Hinter Computerangriffen auf Unternehmen steht eine stetig wachsende Branche: Zwischen 500 und 1000 US-Dollar kosten Viren oder Trojaner, die zumeist von freien Programmierern geschrieben werden. Die Käufer, zum Beispiel ausländische Unternehmen, verbreiten die Schadsoftware dann gezielt und können dadurch Material von fremden Computern ausspähen.

Dagegen hilft Schutzsoftware. Wolfgang Straßer vom IT-Dienstleister Add-Yet empfiehlt Mittelständlern, auf dem zentralen Server und auf jedem Firmencomputer Schutz-Programme zu installieren. "Dazu sollte man die Software online immer auf dem Laufenden halten oder ein bis zweimal am Tag aktualisieren", rät Straßer.

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