Solarenergie-Unternehmen
Deutsche Anbieter drängen ins Ausland

Ob Spanien, Italien oder die USA: Märkte jenseits der Grenze sind für viele Solarenergie-Unternehmen längst wichtiger als das heimische Geschäft.

KÖLN. In Kalifornien klettern die Temperaturen im Sommer regelmäßig über vierzig Grad – optimale Voraussetzungen, um Strom mit Sonnenenergie zu erzeugen. Das erkannte auch Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der sich seit Jahren für die Nutzung von Sonnenenergie stark macht. Im März dieses Jahres verkündete Schwarzenegger, dass im Westküstenstaat bis 2017 eine Mill. Gebäude mit Solardächern ausgestattet werden sollen. Der amerikanische Bundesstaat Kalifornien will den Ausbau mit umgerechnet 2,3 Mrd. Euro finanzieren.

Der Weltenergiemarkt läuft heiß. Nicht nur in Kalifornien. „Das Geschäft boomt vor allem dort, wo Regierungen staatliche Förderungsmodelle auf den Weg gebracht haben“, sagt Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW). Spanien, Italien und Griechenland haben umfangreiche Förderprogramme aufgelegt. Auch der asiatische Markt entwickelt sich blendend – Südkorea und einige Provinzen in China kurbelten jüngst den Markt mit neuen Einspeisegesetzen kräftig an. „Es ist davon auszugehen, dass sich der weltweite Trend hin zur Solarenergie fortsetzt“, sagt Stryi-Hipp. „Die Wachstumspotentiale sind enorm.“

Bislang wuchsen deutsche Solarfirmen vor allem mit dem heimischen Markt, der weltweit eine Vorreiterstellung einnimmt. Aus gutem Grund: Hierzulande gingen 2005 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 600 Megawatt ans Netz. Das ist Weltspitze. Japan brachte es auf 280, die USA auf 90 Megawatt neu installierte Leistung. „Mit steigender Relevanz des ausländischen Marktes wird der Export anziehen“, schätzt Stryi-Hipp. „Die Exportrate deutscher Anbieter lag im vergangenen Jahr bei rund 20 Prozent. Wir rechnen damit, dass sie bis 2020 auf rund 70 Prozent steigen wird.“

Ein Platz an der Sonne auf den Auslandsmärkten – das wünschen sich viele deutsche Mittelständler aus der Sonnenenergie-Branche. Zum Beispiel die SAG Solarstrom AG, eine Firma mit 90 Mitarbeitern und Stammsitz in Freiburg, die sich auf die Installation und den Vertrieb von Photovoltaik-Anlagen spezialisiert hat. „Die ausländischen Märkte entwickeln derzeit eine enorme Dynamik“, sagt SAG-Vorstandssprecher Uwe Ilgemann. „Wir versuchen, uns frühzeitig in den entscheidenden Boom-Ländern zu positionieren – zunächst vor allem in Südeuropa, ab 2007 auch über Europa hinaus.“

Seite 1:

Deutsche Anbieter drängen ins Ausland

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%