
Alles, was er zum Arbeiten braucht, ist ein Laptop und einen schnellen Internetzugang. Er will frei sein und flexibel. Eine Festanstellung kommt für ihn nicht infrage und über eine Altersvorsorge hat er bislang noch nicht ernsthaft nachgedacht. Aber nun könnte der 29-jährige Bastian Hirsch von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) dazu gezwungen werden. Sie will junge Selbstständige bis 30 Jahre dazu verpflichten, fürs Alter vorzusorgen. Wer keine private Vorsorge nachweisen kann, soll in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen – mit rund 300 Euro im Monat plus 100 Euro zusätzlich für die Erwerbsminderung. Die Ministerin will so verhindern, dass eine ganze Gründergeneration in die Altersarmut rutscht.
400 Euro monatlich allein für die Rente ausgeben? Für Hirsch undenkbar. "Von 400 Euro habe ich in den ersten Monaten meiner Selbstständigkeit gelebt", sagt er. Seit fünf Jahren ist der Bildungsaktivist selbständig. Hirsch ist ein typischer Vertreter der jungen Gründergeneration.
Für junge Akademiker ist die Selbstständigkeit zunehmend attraktiv. Untersuchungen zeigen, dass die Generation der 20 bis 30-Jährigen – in der Forschung Generation Y genannt – ein anderes Verständnis von Arbeit hat. Sie soll nicht nur dem Broterwerb dienen, sondern sinnvoll sein. Sie soll der Selbstverwirklichung dienen. Sicherheit und ein hohes Einkommen scheint dieser Generation weniger wichtig zu sein. Vielleicht auch, weil es Festanstellungen beim Start in die Berufstätigkeit nur noch selten gibt. Bastian Hirsch lebt von Projektarbeit, berät Unternehmen und Bildungseinrichtungen, wie sich die Lernkultur durch das Internet verändert.
In den ersten Jahren seiner Selbständigkeit hangelte sich der Gründer von Auftrag zu Auftrag. Nebenbei zahlte er sein Bafög zurück. Hätte er nicht in einer Wohngemeinschaft mit seinem Bruder gelebt, der auch mal die Miete mitübernahm, wäre Hirsch finanziell nicht über die Runden gekommen. Mittlerweile hat er mehrere Start-ups mitaufgebaut, Dax-Konzerne laden ihn für eine Beratung ein. "Es dauert drei bis fünf Jahre, bis ein Unternehmen läuft, bis man sich als Selbstständiger einen Namen gemacht hat. In diesen Anfangsjahren ist es vielen Gründern finanziell unmöglich, mehrere Hundert Euro für eine Altersvorsorge auszugeben", sagt Hirsch.

Was um Himmels Willen ist ein "Bildungsaktivist"? Neusprech oder Neokommunismus?
Bitte gutes Deutsch! Danke!

Und ein weiteres Problem ist, dass viele Nutznießer aus der gesetzlichen Rentenversicherung keinen Beitrag einbezahlen. Will gar nicht wissen was mit den Beitragseinnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung alles Quersubventioniert wird! Wenn ein junger Selbstständiger 200,- € in eine private Vorsorge invbestiert, bekommt er ein vielfaches als wenn er es in die Gesetzliche steckt! Bemerkenswert ist auch, wenn man die Höchstrente für Arbeitnehmer in den Vergleich mit den Pensionen unserer Politiker stellt! Welcher Rentner würde sich nicht auch 11.000,- € im Monat wünschen und dann noch zu Weihnachten das gleiche obendrauf?! Wer finanziert denn die Altersvorsorge unserer Politiker? Kein wunder, dass da mit biegen und brechen versucht wird mit Zwang Beitragszahler zu verpflichten in die gesetzliche Rente einzubezahlen... Ungerecht, ein Fass ohne Boden und für manche ein Selbstbedienungsladen, das ist sie schon lange, unsere gesetzliche Rentenversicherung! Firmensitz im Ausland gründen oder in Deutschland erst gar nicht selbstständig werden. Das wird das Resultat für eine solche Zwangsverpflichtung sein. Gut dass Deutschland in die Zukunft denkt um neue innovative Firmen in Deutschland zu unterstützen und zu fördern! Schön wenn manche auch wirklich an sowas denken würden bevor sie engstirnig etwas beschließen wollen ohne über IHREN gesicherten Tellerrand zu schauen!!!

Das Problem an der Sache ist doch dass unsere Politiker (auch Frau von der Layen) keine Ahnung haben wie es in der Wirtschaft wirklich zugeht. Leider besteht unser Bundestag zum größten Teil aus Lehrern....die haben noch nie eine solche Situation erlebt und müssen sich über ihre Gehaltserhähung auch keine Gedanken machen.
Es ist für die meisten Existenzgründer absolut tödlich eine solche Verpflichtung einzugehen. Eine Zumutung wenn das Gesetz wirklich umgesetzt wird.
Wir werden von Ahnungslosen regier deren Einkommen gesichert ist. Carstenlink.de
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