Finanzierungsgefälle
Startup-Förderung wird zum Standortfaktor

Nicht alle Bundesländer fördern Gründer gleich. Die Finanzierung von Startups wird jedoch immer mehr zu einem wichtigen Standortfaktor. Bayern greift dabei am tiefsten in die Tasche, manche Länder hingegen gar nicht.
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BerlinBei der Unterstützung von Startups in Deutschland zeichnet sich ein deutliches Gefälle in den 16 Bundesländern ab. Knapp zwei Drittel des staatlichen Beteiligungskapitals von jährlich rund 113 Millionen Euro fließt in nur vier Bundesländer, drei Bundesländer verfügen über keinerlei staatliche Risikokapital-Gesellschaften. Das ist das Ergebnis einer Studie der Wirtschaftskanzlei Lutz Abel, die dem Handelsblatt (Mittwochausgabe) vorliegt.

Die Erkenntnis, dass der Mittelstand das Rückgrat der Volkwirtschaft ist und der Nachwuchs gefördert werden muss, scheint sich noch nicht in allen Bundesländern herumgesprochen zu haben. Mit einem Investitionsvolumen von jährlich 30 Millionen Euro nimmt Bayern mit Abstand den Spitzenplatz bei der Vergabe von Beteiligungskapital ein. Thüringen folgt mit 20 Millionen Euro vor Berlin mit 14 Millionen Euro und Sachsen-Anhalt mit zwölf Millionen Euro. Länder wie Hessen, Niedersachsen und das Saarland verfügen über keine vergleichbaren Instrumente. „Das hat mich schon gewundert“, so Studienautor Lorenz Jellinghaus.

Die Beteiligungsaktivitäten der Länder spielen für Gründer eine wichtige Rolle im Standortwettbewerb. „Es kommt vor, dass Startups ihren Sitz gezielt in die Regionen mit der besten Förderung verlegen“, so Jellinghaus. Auf diese Weise würden nicht nur München und Berlin an Zuspruch gewinnen, sondern auch Jena und Halle.

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