Taptalk im Porträt
Onnos großer Traum

Handelsblatt-Leser haben gewählt. In den nächsten Wochen begleiten wir Onno Faber, den Gründer von Taptalk, bei seinen ersten Schritten im Silicon Valley. Einen neuen Freund hat er schon: Den Schauspieler Ashton Kutcher.
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San FranciscoErst neulich wieder stand er am Strand, die Zehen im Sand, das Telefon am Ohr, und blickte auf seine neue Stadt. Onno Faber liebt Berlin, aber der Himmel über San Francisco, der fühlte sich für den 33-Jährigen einfach weiter an. Aus dem Büro in Mitte, wo Onnos großer Traum begann, zog der Gründer vor wenigen Wochen an die amerikanische Westküste. Auch wenn er sich derzeit von Sofa zu Sofa schläft, weil er noch keine eigene Wohnung gefunden hat, ist es ein bisschen so, als würde ihm die kalifornische Sonne mehr Energie geben. „Ich fühle mich wacher als je zuvor“, sagt er.

Das mag auch daran liegen, dass sich seit ein paar Tagen die halbe Internet-Öffentlichkeit für ihn und seine Firma Taptalk interessiert. Onno wollte mit der App, über die Freunde via Photo und Video miteinander chatten können, eigentlich nur die Menschen in seinem Leben ein wenig mehr zueinander bringen. Doch seit Facebook einige Funktionen des Programms klonte, steht sein Telefon nicht mehr still. Investoren interessieren sich plötzlich für das Startup, das der gebürtige Niederländer im Juni gründete. US-Schauspieler Ashton Kutcher, bekannt für seine Investments in digitale Firmen, gehört zu seinen neuen Freunden. Der Ex-Mann von Schauspielerin Demi Moore wolle bei Onnos App finanziell einsteigen, munkelt die Branche. Der Gründer will das nicht kommentieren. Er grinst. Die Aufmerksamkeit freut ihn.

Unser Alltag sei so stark von dem Internet dominiert, erklärt Onno die Idee seiner Firma. „Ich will, dass die Technologie in unserem Leben unsichtbar wird.“ So wie die Fotos und Videos bei Taptalk, nachdem man sie angeschaut hat. Onnos App ähnelt der Plattform Snapchat, nur ist die Handhabe einfacher. Taptalk-Nutzer müssen nur das Foto eines Freundes gedrückt halten, um einen kurzen Gruß  zu senden. Seine Plattform entwickelt Onno jetzt in San Francisco weiter. Natürlich muss er auch endlich ein Büro einrichten und eine Wohnung suchen. Sein Team von bisher fünf Programmieren will er in den nächsten Monaten mindestens verdoppeln, auch eine neue Finanzierungsrunde steht an.

Handelsblatt Online wird Onno Faber auf seiner Reise begleiten und in Artikeln, Fotos, Videos und Tweets von seinem großen Traum erzählen. Wir werden dem Gründer im neuen Büro begegnen, neue Mitarbeiter und Investoren treffen. Wir werden mit dem selbsterklärten “Kaffee-Nerd” in der Sonne sitzen und abends beim Barbecue. Ja, wir werden mit Onno Faber sogar ins Wasser gehen. Schließlich will der Mann jetzt unbedingt 

Kitesurfen lernen, wo er doch schon mal in Kalifornien ist.

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