Unternehmergymnasium
Schüler lernen das Firmengründer-Einmaleins

Ein Zentrum für die nächste Managergeneration: Jährlich 40 Schüler nimmt das Unternehmergymnasium in Bayern an. Bisher ist es das einzige seiner Art in ganz Deutschland. Nun will der Schulleiter das Konzept ausweiten.
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PfarrkirchenManuel Meier ist so etwas wie ein Vorzeigeunternehmer - obwohl er erst 20 Jahre alt ist. Wobei man wohl eher sagen muss: Gerade, weil er erst so alt ist. Denn Meier, der im dritten Semester an der Fachhochschule Deggendorf Maschinenbau studiert, hat schon 2008 seine kleine Firma gegründet. Im Herbst des Jahres kam er in die zehnte Klasse, aber nicht in irgendeine zehnte Klasse. Meier lernte am Gymnasium im niederbayerischen Pfarrkirchen - dem ersten und einzigen Unternehmergymnasium in Deutschland.

2006 gegründet, hat es seine Bewährungsprobe längst hinter sich - wie auch die Firma von Manuel Meier, die spezielle Landwirtschaftsmaschinen verleiht. Mit der einen können Waldbesitzer ganze Holzstämme aufladen und abtransportieren, mit der anderen Gemähtes aufbereiten.

So wie es für den Ski-Nachwuchs oder begabte Musiker eigene Schulen gibt, wollte Schulleiter Peter Brendel auch für die künftige Unternehmer- und Managergeneration ein Zentrum schaffen.

Jetzt arbeiten er und seine Kollegen im Unternehmergymnasium daran, das Konzept auszuweiten. "Der nächste Schritt ist der Ausbau der Oberstufe", sagt Wirtschaftslehrer Joachim Barth. Durch die Verkürzung der Gymnasialzeit um ein Jahr sei das unternehmerische Denken weitgehend entfallen. Erstmals soll ein Schwerpunkt Wirtschaft in der Oberstufe das auffangen.

Manuel Meier hat 2011 am Unternehmergymnasium sein Abitur gemacht. Diese Schule ist ein Teil des normalen Pfarrkirchener Gymnasiums und beginnt ab der zehnten Klasse. In der haben die 30 bis 40 Schüler jeden Mittwochnachmittag Gründungsunterricht: von Buchhaltung über Marketing bis zur Finanzierung - viele Praktiker kommen dafür in die Schule.

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