Stabile Umsatzentwicklung im Visier
Mittelstand blickt optimistischer in Zukunft

Laut einer Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform haben sich die Geschäftsaussichten trotz eines erwarteten Pleitenrekords des deutschen Mittelstandes deutlich verbessert. Impulse für den Arbeitsmarkt seien zunächst jedoch kaum zu erwarten.

HB MÜNCHEN. „Der Tiefpunkt ist erreicht“, sagte Creditreform-Hauptgeschäftsführer Helmut Rödl am Donnerstag in München. 22,7 % der befragten Mittelständler schätzten ihre Geschäftserwartungen in der Herbstumfrage wieder als gut oder sehr gut ein. Vor einem Jahr seien es nur 20,6 % gewesen. Von einem Aufschwung könne aber noch keine Rede sein. Die meisten der mehr als 4100 befragten Unternehmen planten auch keine Einstellungen und nur wenig neue Investitionen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) diagnostizierte im dritten Quartal sogar eine erneute Abschwächung der Geschäfte im Mittelstand. Vielfach überwiege die Skepsis gerade bei kleineren Unternehmen noch, ergab der KfW-Indikator Mittelstandskonjunktur. „Die einsetzende Stimmungsaufhellung lässt viele kleinere und mittlere Unternehmen...noch immer kalt“, hieß es. Allerdings vergibt der Mittelstand nach Einschätzung des Bundesverbands des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) auch große Wachstumschancen im internationalen Geschäft.

Mehr Umsatz aber kaum mehr Jobs erwartet

Nach Einschätzung von Creditreform stiegen die Umsatzerwartungen der Mittelständler wieder: Fast ein Viertel der Unternehmen rechne im nächsten Halbjahr mit steigenden Umsätzen. Im Herbst 2002 hätten weniger als ein Fünftel der Unternehmer so geurteilt. Die Mehrheit der Mittelständler erwarte immerhin stabile Umsätze. Damit hatte noch im Frühjahr nur etwa jeder Sechste der Befragten gerechnet. Die Ertragslage der Unternehmen bleibe angespannt, habe sich aber zum Vorjahr leicht gebessert.

Anders als im Frühjahr 2002 sei zu erwarten, dass die besseren Geschäftserwartungen diesmal wirklich in einen Aufschwung mündeten, sagte Rödl. Mit Ausnahme der krisengeschüttelten Baubranche gehe es in allen Bereichen voran. Die Investitionsbereitschaft bleibe im Mittelstand allerdings gering. Nur jedes dritte Unternehmen sei zu neuen Investitionen in den nächsten sechs Monaten bereit. Dies sei aber immer noch eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr.

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