Städtebauliche Großvorhaben
Bahrain startet Projektreigen

Gleich auf mehreren Feldern verspricht das Jahr 2006 eine Beschleunigung des politischen und wirtschaftlichen Umbaus im Königreich Bahrain. Im Januar trat das Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft, für den Herbst sind Parlamentswahlen angesetzt. Die Anstrengungen zur Diversifizierung der Wirtschaft zeigen sich in einer langen Liste von Industrie-, Tourismus- und Infrastrukturprojekten.

bfai KÖLN. Das einstige Zentrum der Perlenfischerei hat einen wahren Projektreigen gestartet. Ähnlich seinen Nachbarländern setzt das Königreich mit städtebaulichen Großvorhaben wie dem "Bahrain Financial Harbour", der "Bahrain Bay", beide in der Hauptstadt Manama, oder der künstlichen Inselwelt "Durrat Al Bahrain" im Südosten des Landes auf symbolische Imageträger.

Mit der Erweiterung der industriellen Kapazitäten knüpft Bahrain an bewährte Strategien der Diversifizierung an. Im September 2005 wurde die Aluminiumhütte Alba um eine fünfte Produktionsstraße ergänzt, die die Gesamtleistung auf 827 000 t Aluminium pro Jahr bringt. Die Industriezone auf der Halbinsel Hidd im Nordosten Bahrains wird um 170 ha erweitert.

Neulandgewinnung steht bei den Projekten zur Ausdehnung der Tourismusgebiete im Vordergrund. Wie in Dubai entstehen mit "Durrat Al Bahrain" oder "Bahrain Bay" künstliche Inselwelten, die eine Vielzahl von am Wasser gelegenen Grundstücken für den Bau von Hotel- und Freizeitanlagen bieten. Der "Bahrain Financial Harbour" soll mit modernen Bürotürmen in einer künstlich geschaffenen "Hafenlandschaft" ein attraktives Ambiente für Dienstleister schaffen.

Infrastrukturausbau begleitet die Großprojekte: Die Kapazität des internationalen Flughafens auf der Insel Muharraq soll bis 2009 von jetzt 6 Mill. auf 18 Mill. Passagiere jährlich erweitert werden. Ein Straßenbauprogramm sorgt für die Anbindung neuer Siedlungen, die Stromerzeugungskapazität soll bis Frühjahr 2007 um 1000 MW gesteigert werden.

Der bedeutendste Industriebetrieb Bahrains ist die einzige Raffinerie des Landes in Sitra, die seit 1936 besteht und seitdem mehrfach modernisiert und erweitert wurde. Die derzeitige Kapazität der von Bapco betriebenen Anlage beträgt rund 265 000 bpd. Bisher bestehende petrochemische Unternehmen sind die pro Jahr ca. 300 000 t Methanol und Ammonium erzeugende Gulf Petrochemicals Industry (GPIC) und die National Chemical Industries Corp. (NCIC), die seit 1996 Schwefelverbindungen herstellt.

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