Standort
Bahrain fördert Industrieansiedlung

Das Inselkönigreich ist der erste Staat im Golf, dessen Ölreserven zur Neige gehen; schon früh hat die Regierung in der Hauptstadt Manama deshalb mit der Diversifizierung der Wirtschaft begonnen. So hat der Industrieminister Bahrains hat Mitte November 2006 das Großprojekt Bahrain Investment Wharf vorgestellt.

bfai DUBAI. Auf insgesamt 1,7 Mill. Quadratmetern sollen in der Nähe der Hidd Industrial Area vor allem kleine und mittlere Industriebetriebe angesiedelt werden. Federführend in dem jüngsten Industrieprojekt ist neben der bahrainischen Regierung die Entwicklungsgesellschaft Tameer.

Während Bahrain als Standort für Banken und Finanzdienstleistungen immer stärkere Konkurrenz durch Mitbewerber wie Dubai bekommt, setzt Manama seinerseits die Diversifizierung in neue Wirtschaftsbereiche fort. Mit der offiziellen Vorstellung der "Bahrain Investment Wharf" (BIW) unterstrich Industrie- und Handelsminister Hassan Fakhroo am 15.11.06 Bahrains Anspruch, sich auch als Zentrum des produzierenden Gewerbes am Golf zu etablieren.

Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 1,3 Mrd. Dollar soll neben dem Industriegebiet der Halbinsel Hidd im Nordosten Bahrains ein komplett neues Industriegebiet entstehen. Die Lage des 1,7 Mill. Quadratmeter großen Areals bietet direkten Zugang zum neuen Hafen, dem Flughafen und dem Straßennetz des Inselstaates. Über den King Fahd Causeway ist Bahrain mit dem Festland (Saudi Arabien) verbunden. Über eine ähnliche Verbindung zum östlichen Nachbarn Katar wird nachgedacht.

Mit diesen Argumenten versucht Bahrain der Kritik des sehr kleinen Binnenmarktes zu begegnen. Als weitere Anreize verspricht die Regierung die Einrichtung eines "One-Stop-Shop-Systems" für Zulassungsverfahren in der BIW und die Ausstattung des neuen Geländes mit der kompletten notwendigen Infrastruktur. Das Freihandelsabkommen mit den USA ermögliche Unternehmen der BIW zudem den ungehinderten Zugang zum nordamerikanischen Markt.

Das geplante Areal teilt sich in vier Sektoren: Der größte ist das Industriegebiet selbst mit einer Fläche von 800 000 qm. Dort sollen sich vor allem kleine und mittelgroße Gewerbebetriebe ansiedeln. Büros, Ausbildungsstätten und ein Konferenzzentrum sind im Strategic Business Park vorgesehen, für ein Logistikzentrum mit Lager- und Kühlhäusern stehen 190 000 Quadratmeter zur Verfügung. Angeschlossen wird schließlich ein Wohngebiet, das auch ein Hotel umfassen soll.

Als weiteres Großprojekt plant Bahrain einen Wissenschafts- und Technologiepark. Das 1 Mio.-Dollar-Vorhaben will das Economic Development Board des Königreichs zusammen mit dem Investor Kuwait Financial House umsetzen. Gedacht wird speziell auch an die Ansiedlung von Entwicklungsfirmen der Branchen Erneuerbare Energien, Wasser- und Umwelttechnik sowie aus dem IT-Bereich.

Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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