Start-up Luuv: „Mit unserem Stativ kannst du nicht versagen“

Start-up Luuv
Das Stativ für die bewegten Momente

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„Mit unserem Stativ kannst du nicht versagen“

Auf der Plattform Indiegogo beschrieben sie ihr Projekt und ihre Ziele. Eigentlich wollten die vier 50.000 Dollar einnehmen, am Ende waren es sogar 65.000 Dollar. Das gab ihnen die Planungssicherheit, um ihr Stativ immer weiterzuentwickeln. Inzwischen sind sie beim zehnten Prototypen angelangt, auch ein elektrisches Schwebestativ gibt es schon. Und wenn es nach Tim Kirchner und seinen Kollegen geht, dann werden es noch viele mehr. Im September wollen sie die ersten 250 Stative ausliefern, an die Geldgeber der Crowdfunding-Kampagne.

Ihr Stativ wollen die Start-up-Gründer nicht nur auf dem deutschen Markt verkaufen, sondern auch in den USA. Ob das funktionieren kann, wollen sie im Oktober herausfinden. Dann geht es für drei Monate nach San Francisco, dort nehmen die vier Freunde mit ihrem Stativ am German-Accelerator-Programm teil. Das ermöglicht deutschen Start-ups, Fuß auf dem amerikanischen Markt zu fassen. „In den USA sitzen unsere Kunden, unsere Wettbewerber, unsere strategischen Partner, die Kamerahersteller“, sagt Kirchner. „Das wird ziemlich wichtig.“

Denn die Zielgruppe von Luuv sind längst nicht mehr nur Hobbysportler und -filmer, sondern auch professionelle Kameraleute. Gerade für Dokumentarfilmer kann das Stativ interessant sein: „Stell dir vor, du hast nur eine Chance für die Aufnahme“, sagt Kirchner. „Mit unserem Stativ kannst du dabei nicht mehr versagen.“ Bisherige Schwebestative könnten die Arbeit von Luuv nicht leisten, so der Mitgründer – besonders nicht zu dem Preis: Luuv soll auf dem Markt 250 Euro kosten, das ist im Vergleich zu ähnlichen Produkten sehr preiswert.

Unternehmen wie GoPro, die sogenannte Actionkameras entwickeln, sehen die vier nicht als Konkurrenz, da sich die Firma mehr auf die Kamera als auf das Zubehör konzentriert. „Im Prinzip ergänzen sich unsere Produkte“, erklärt Tim Kirchner: GoPro biete die Kamera, Luuv das Stativ.

Für die vier ist aber nicht nur das Produkt, sondern auch die Marke wichtig. Deshalb haben sie früh angefangen, Werbefilme mit ihrem Stativ zu drehen. Mit der Hilfe von Extremsportlern zeigen die vier in ihren Filmen die Unterschiede zu normalen Handkameras: Die Bilder sehen nicht mehr aus wie verwackelte Amateuraufnahmen, sondern wie professionelle Filme.

Bei der Werbung hilft übrigens auch das Berliner Betahaus, wo die vier ihren Arbeitsplatz haben. In dem Coworking-Space fanden sie durch Zufall eine Kollegin, die professionell Einrad fährt. Heute werben die vier mit ihren Künsten für das Stativ.

Ende des Jahres wollen die vier Freunde ihr Stativ auf den Markt bringen. Vorbestellungen auf ihrer Webseite nehmen sie bereits an. „Wenn wir dann soweit sind, werden wir das Stativ auch ausliefern“, sagt Kirchner. Und werden den Markt mit ihrer Idee möglicherweise umkrempeln.

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Lisa Hegemann
Lisa Hegemann
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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