Start-up Myhemden

Das Rundum-Sorglos-Paket für Manager

Myhemden.de will es Kunden einfach machen: Wer bei dem Start-up bestellt, bekommt Markenhemden tragefertig geliefert – gebügelt, ohne Falten und Nadeln. Einen besonderen Service hat Myhemden in München parat.
Das Start-up aus München bietet Hemden auf Wunsch auch tragefertig an. Quelle: Myhemden
Hemden per Versand

Das Start-up aus München bietet Hemden auf Wunsch auch tragefertig an.

(Foto: Myhemden)

MünchenDie Weihnachtsfeier steht bevor, doch die Kaffeetasse tropft. Ein Horror, denn auf dem Hemd breitet sich ein breiter, dunkler Fleck aus. Panisch schickt der Abteilungsleiter die Sekretärin zum Herrenausstatter in die Innenstadt.

So war es bisher. Doch jetzt geht das auch einfacher: Wer sich bis zur Mittagszeit voll kleckert, der kann bei Myhemden.de schnell ein tragefertiges neues Hemd bestellen. Geliefert wird umgehend, auf jeden Fall noch ehe der Chef abends den ersten Becher Glühwein ausschenkt. Ein schöner Service mit einer Einschränkung: Momentan bietet das Start-up diese Dienstleistung nur am Firmensitz in München an.

Die bayerische Landeshauptstadt ist so etwas wie das Labor von Tobias Kohlndorfer. In der Metropole testet der Gründer von Myhemden.de, welche Angebote bei den Kunden ankommen.

Allerdings beschränkt sich das Geschäft nicht auf München. Bundesweit bietet der Unternehmer einen Online-Versandservice für Hemden an. Der Clou dabei: Die Besteller bekommen ihr Hemd auf Wunsch „Ready-to-wear“, wie es Kohlndorfer ausdrückt. Das heißt: Von Verpackung und Nadeln befreit, gereinigt und gebügelt. Wer bei Myhemden ordert, der kann also unmittelbar reinschlüpfen und sich auf den Weg ins Büro machen. Im Sortiment sind viele große Marken, von Einhorn bis Seidensticker und Van Laack.

Im Frühjahr ging Kohlndorfer mit seinem Internetangebot an den Start. Ein paar Monate später war schon wieder Schluss, die Homepage kam nicht so an wie erhofft. Im Herbst folgte dann der zweite Versuch, mit neuem Netzauftritt und neuen Angeboten. So beraten Kohlndorfer und seine Kollegen Kunden jetzt persönlich per Livechat oder E-Mail.

Doch der Jungunternehmer geht auch ganz ungewöhnliche Wege für ein Internet-Start-up. In einer Reinigung in Schwabing hat Kohlndorfer im Oktober einen Pop-up-Store eröffnet. Rote, blaue, weiße, karierte und verzierte Hemden bietet er zwischen Bügeleisen und Waschmaschinen den verblüfften Kunden an. Die sind gekommen, um ihre frisch gewaschenen Kleider abzuholen. Nun streckt ihnen ein junger Mann mit einem Maßband um den Hals Hemden entgegen.

„So was gibt’s sonst nirgendwo“, frohlockt Kohlndorfer, der am Nachmittag von zwei bis halb acht meist selbst vor Ort ist. In der Filiale der Reinigungskette Kingsgard in der Münchener Hohenzollernstraße geben sich die Leute die Klinke in die Hand. „Wir wollen ganz nah an die Menschen ran“, erläutert der Chef der kleinen Onlinefirma seine Idee. Neben dem Tresen hat er ein hohes Regal voller Hemden aufgebaut, auch das Schaufenster ziert nun seine Ware. Wer will, der bekommt sein neues Hemd schon frühmorgens noch vor dem ersten Termin, oder kann es rund um die Uhr am Automat der Reinigung abholen.

Von Z wie Zalando bis Z wie Zalando
Platz 10: Zalando Lounge
1 von 10

Zalando Lounge ist der Rabattwarenladen des Online-Versandhändlers. Nutzer dieses Portals müssen sich registrieren. Danach bekommen sie Angebote mit bis zu 70 Prozent Rabatt. Die Mitgliedschaft in der Zalando Lounge ist kostenlos.

Umsatz (2014)*: 71,8 Millionen Euro**

*Quelle: Statista, EHI Retail Institute

**umfasst Einnahmen der Online-Shops in Deutschland im Segment Bekleidung, Schuhe und Textilien

Platz 9: Walbusch
2 von 10

Bis in die 1960er-Jahre verkaufte Walbusch neben Herrenkleidung auch Elektrorasierer und Haushaltswaren. Später konzentrierte sich der Konzern auf den Verkauf von Herrenmode. Bekannt ist das Unternehmen für sein Hemd mit dem Walbusch-Kragen ohne Knopf. Zunächst war Walbusch nur als Versandhändler tätig. Erst 2009 wurde die erste Filiale eröffnet. Im Handelsblatt-Interview erklärte Firmenchef Christian Busch: „Die Frau entscheidet, was gekauft wird“.

Umsatz: 72,2 Millionen Euro

Platz 8: C&A Online
3 von 10

Einst hatte C&A die Konfektionsgrößen eingeführt. Seitdem avancierte der Modekonzern zu den größten Bekleidungsherstellern Deutschlands. C&A beschäftigt mehr als 36.000 Menschen. Seit 2008 bietet der Konzern seine Kleidung auch im Internet an. Allerdings ist der Anteil des Internetgeschäfts gemessen am Gesamtumsatz in Deutschland (über drei Milliarden Euro) noch gering.

Umsatz: 79,3 Millionen Euro

Platz 7: s.Oliver
4 von 10

s.Oliver kommt nicht wirklich in Fahrt. Seit Jahren kämpft der Modekonzern mit wirtschaftlichen Problemen. Zwar konnte der Umsatz im vergangenen Jahr leicht gesteigert werden, doch das Online-Geschäft weist entgegen des Trends rückläufige Zahlen vor. 2013 lag der Online-Umsatz bei 127 Millionen Euro. Im Jahr darauf sanken die Einnahmen um mehr als 16 Millionen Euro.

Umsatz: 110,8 Millionen Euro

Platz 6: Brands-4-Friends
5 von 10

Im Umsatzranking auf Platz sechs ist die Private Sale GmbH aufgelistet. Hinter dem Unternehmen steckt brands4friends.de. Das ist eine kommerzielle Online-Community, die im Internet eine spezielle Sortimentsausrichtung anbietet. Zugang zum Angebot erhalten Interessenten nach einer Registrierung. brands4friends.de bot im September 2007 in Deutschland als erste Mode-Online-Community ihren Dienst an. Seitdem konnten die Erlöse kontinuierlich gesteigert werden.

Umsatz: 114,6 Millionen Euro

Platz 5: Esprit
6 von 10

Der Online-Handel hat dem Moderiesen Esprit stark zugesetzt. Erst nach und nach erholt sich der Konzern – auch dank eines eigenen Online-Angebots. Mit einem Umsatz von mehr als 162 Millionen Euro positioniert sich Esprit in Deutschland auf dem fünften Platz.

Umsatz: 162,5 Millionen Euro

Platz 4: Heine
7 von 10

Die Heinrich Heine GmbH gehört zu den ersten Modeversandhändlern in Deutschland mit eigenem Online-Shop. Bereits 1996 konnten Kunden ihre Ware im Internet bestellen. Seit 2009 wird der Fokus auf das E-Commerce zunehmend verstärkt.

Umsatz: 204 Millionen Euro

Im neuen Jahr werde die Firma neben München auch in anderen Großstädten Werbung machen, kündigt Marketingchefin Nathalie Dorff an. Frankfurt, Hamburg, Berlin: „Da wollen wir überall hin“, sagt die Managerin. Allerdings dürfte Kohlndorfer dabei an Grenzen stoßen, denn bislang hat er die Firma mit ihren fünf festen und vier freien Mitarbeitern aus der eigenen Tasche finanziert. 2016 geht es also nicht nur darum, neue Kunden zu gewinnen. Auch Geldgeber sind willkommen.

Startseite

Mehr zu: Start-up Myhemden - Das Rundum-Sorglos-Paket für Manager

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%