Start-Up
Wichtiges Jahr für Frühphasenfinanzierung

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Wer zu Beginn ein Unternehmen unterstützt, kann auch hinterher von Gewinnen profitieren. Nachdem nun aber die ersten Fonds zur Frühphasenfinanzierung auslaufen, müssen neue Geldgeber in die Bresche springen.

bas FRANKFURT. Der Markt für die Finanzierung von Unternehmen in der Gründungs- und Frühphase zieht an. Im ersten Quartal floss dem Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zufolge mit 14 Mill. Euro so viel in die Gründungsfinanzierung wie seit dem Ende der New Economy nicht mehr. Allerdings nehmen Finanzierungen in der Gründungs- (seed) und Frühphase (start up) immer noch nur gut sechs Prozent aller Finanzierungen über privates Beteiligungskapital ein.

2007 ist ein entscheidendes Jahr für die Frühphasenfinanzierung, denn viele Wagniskapitalgeber müssen neue Fonds auflegen weil die ersten Fonds aus dem Ende der 90er Jahre auslaufen. Es gebe zwar erste Anzeichen eines Erwachens, meint Michael Brandkamp vom 2005 gestarteten High-Tech-Gründerfonds, aber besonders bei der zweiten Finanzierungsrunde nach der Gründung (Start-up-Phase) fließe das Geld noch spärlich.

Positiv stimme ihn aber, dass einige Wagniskapitalgeber wie Wellington Partners oder Earlybird, Ecapital oder Neuhaus Partners in den vergangenen Monaten neue Fonds geschlossen hätten. Der 272 Mill. Euro starke High-Tech-Gründerfonds mag das seinige zu einer Belebung beigetragen haben – allerdings vorwiegend mit öffentlichen Mitteln.

Nur 15 Mill. Euro seiner Mittel stammen von sechs Großunternehmen, die aber als Berater und potenzielle Kunden der jungen Unternehmen Brandkamp zufolge eine zentrale Rolle übernehmen. Bisher hat der Fonds in 90 Unternehmen 45 Mill. Euro investiert. Heute will er mit dem Verband der Business Angels (BAND) beschließen, dass beide bei Finanzierungen enger zusammenarbeiten.

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