Statistik
Weniger Firmenpleiten und mehr Privatinsolvenzen

Der Rückgang der Firmenpleiten und der Anstieg der Verbraucherinsolvenzen hat sich zu Jahresbeginn fortgesetzt. Dagegen erklärten sich erneut mehr Privatpersonen für zahlungsunfähig.

HB BERLIN. Im Januar erklärten sich 2416 Unternehmen für zahlungsunfähig oder überschuldet und damit 6,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der 2005 begonnene positive Trend setze sich fort, teilte das Statistische Bundesamt mit. Der kräftige Wirtschaftsaufschwung hatte die Zahl der Pleiten 2006 auf rund 30 500 sinken lassen. Das war der niedrigste Stand seit 2000.

Dagegen erklärten sich erneut mehr Privatpersonen für zahlungsunfähig. Ihre Zahl stieg im Januar um 27,5 Prozent zum Vorjahr auf 8961. Vergangenes Jahr hatten sich so viele Bürger insolvent gemeldet wie noch nie seit Einführung der Verbraucherinsolvenz 1999. Damit können sich Privatpersonen innerhalb von sechs Jahren entschulden.

Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und aus Nachlässen erhöhte sich die Gesamtzahl im Januar auf 14.092. Das waren 15,2 Prozent mehr als im Januar 2006. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger gaben die Gerichte mit 3,4 Milliarden Euro an. Das ist ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Gut zwei Drittel der Forderungen betrafen Unternehmen.

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