Steigender Bedarf
Südchinesen kaufen am liebsten deutsche Textilmaschinen

Südchinas Textil- und Bekleidungsindustrie investiert wieder kräftig. Die nach dem Auslaufen des internationalen Multi Fibre Abkommens von der EU sowie den USA gegen chinesische Branchenprodukte verhängten Quoten sind weniger drastisch ausgefallen als befürchtet. Für deutsche Abieter ergeben sich viele Chancen, denn sie sind in der Region gern gesehen.

bfai HONGKONG. Rund ein Drittel der Textil- und Bekleidungsexporte der VR China stammt aus der Provinz Guangdong. Die dortigen Fabriken beziehen ihre Vorprodukte und Maschinen überwiegend mit Hilfe Hongkonger Händler. Die Sonderverwaltungsregion importierte 2005 Textilmaschinen im Wert von 1,2 Mrd. US$. Deutsche Anbieter erzielten einen Umsatz von rd. 240 Mill. US$, ein Plus von 11% gegenüber 2004. Die Branche muss angesichts rasch steigender Löhne ihre Fertigung modernisieren.

Zudem konnte die Industrie die Handelsmaßnahmen teilweise durch die Verlagerung von Fertigungsschritten nach Hongkong und Macau umgehen. Aus diesem Grund existieren in Hongkongs Textilsektor trotz der im Vergleich zu China deutlich höheren Löhne und Grundstückspreise noch zahlreiche verarbeitende Betriebe. Sie importieren zumeist halbfertige Bekleidungsstücke und Textilien aus China und nähen anschließend die Ärmel oder Etiketten ein, so dass die Ware offiziell die "Made in Hongkong" Kennzeichnung erhält. Seit Einführung neuer Quoten stellt die Branche wieder mehr Personal ein.

Nach Angaben des nationalen Statistikamtes gab es in der Sonderverwaltungsregion (SVR) Ende 2004 mehr als 1300 Bekleidungshersteller mit insgesamt rd. 24 000 Angestellten. Da in ihren Fertigungshallen zumeist nur einfache Tätigkeiten stattfinden, war ihre Wertschöpfung mit knapp 600 Mill. US$ vergleichsweise niedrig. Daneben existierten noch fast 1600 produzierende Textilfirmen, die zusammen mehr als 22 000 Mitarbeiter auf ihren Lohnlisten führten. Sie brachten es auf eine Wertschöpfung von rd. 800 Mill. $.

Die verbliebenen verarbeitenden Betriebe der SVR dürften allerdings nach dem Auslaufen der europäischen und US-Quoten Ende 2007 bzw. 2008 endgültig von der Landkarte verschwinden. Die SVR wird jedoch weiterhin eine wichtige Drehscheibe im Textilhandel bleiben. In der südchinesischen Provinz Guangdong befinden sich nach Einschätzung des Trade Development Council (TDC) rd. 20 000 Branchenhersteller im Besitz von Hongkonger Investoren. Sie beziehen ihre Anlagegüter und Vorprodukte zumeist über ihr Mutterhaus bzw. mit Hilfe Hongkonger Händler.

Im Jahr 2005 importierte die ehemalige britische Kronkolonie Textilmaschinen im Wert von 1,2 Mrd. US$, eine Steigerung von 8% gegenüber 2004. Bei rd. 20% der Brancheneinfuhren handelt es sich um Anlagen "Made in China", die über den Freihafen der SVR reexportiert werden. Der überwiegende Rest ist für den Einsatz in den südchinesischen Fabriken bestimmt.

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