Strombedarf

Firmen werden zu Selbstversorgern

Immer mehr Unternehmen beschäftigen sich laut einer Befragung ernsthaft damit, ihren Strom selbst zu erzeugen. Laut DIHK hat der Trend vor allem mit Zweifeln an der Versorgungssicherheit zu tun.
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Stromleitungen an einem Kraftwerk. Quelle: dpa

Stromleitungen an einem Kraftwerk.

(Foto: dpa)

FrankfurtImmer mehr Betriebe setzen nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) auf eine eigene Stromversorgung. "Jedes dritte Unternehmen beschäftigt sich konkret damit, erneuerbare oder konventionelle Energie selbst zu erzeugen", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Montag. Dieser Trend nehme in allen Branchen zu, "nicht zuletzt vor dem Hintergrund wachsender Zweifel an der Versorgungssicherheit".

Laut Driftmann verfolgt vor allem der Mittelstand die Energiepolitik der Regierung kritisch - auch wenn dies nicht eine grundlegende Ablehnung der erneuerbaren Energien bedeute. "Chancen wie die Erschließung neuer Absatzmärkte wiegen Sorgen um Preisanstieg und Versorgungssicherheit nicht auf", sagte der DIHK-Präsident. Gerade Industrie und Handel sähen sich durch hohe Strompreise immer stärker belastet.

Grundlage der DIHK-Einschätzung ist eine weitgefächerte Befragung unter mehr als 2300 Betrieben rund um die Themen Energiepolitik und Versorgungssicherheit vom Oktober. Sie soll am Nachmittag offiziell in Berlin vorgestellt werden. Am Mittwoch wollen Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Peter Altmaier (CDU) mit der Vorlage eines sogenannten Monitoringberichts selbst eine Bilanz der Energiewende ziehen.

 
  • afp
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5 Kommentare zu "Strombedarf: Firmen werden zu Selbstversorgern"

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  • Wenn die Selbstversorger zu viel werden, werden die höher besteuert, oder es wird verboten, so wie in USA das Auffangen von Regenwasser. Lobbyisten der Energiekonzerne werden schon dafür sorgen.

  • Zu viel Arme verkleinern den Markt.

    Man wird sehen wie viel Mensch im Mensch steckt.

  • Denke auch wir müssen von den Konzernen weg kommen. Denn das treibt den Preis nach oben.

  • Die Große Frage ist, ob diese Firmen ohne EEG-Subvention oder mit EEG-Subvention ihren Strom erzeugen wollen. Wenn es doch wieder nur darauf hinausläuft, daß sich jemand auf Kosten der Anderen ein Solardach montiert, dann ist das überhaupt nicht lustig.

  • Eine Ende des Zentralismus an diversen Stellen wäre wünschenswert.
    Damit würde zwangsläufig auch ein erheblicher Fortschritt einhergehen, im Kampf gegen Apparatschiks und Verwaltung incl. und besonders bei der EU-weiten Besteuerungskaskade.

    Allerdings dürfte sich damit die Schere zwischen arm und reich weiter öffnen.

    M. Rabe

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