Strukturierte Finanzierungsprodukte als Ausweg
Transfer von Risiken aus Leasing-Forderungen

Die angespannte konjunkturelle Situation trifft auch die Leasingbranche. Das Ausfallrisiko von Leasingforderungen erhöht sich in gleichem Maß wie das von Kreditgebern. Außerdem sehen sich auch die Inhaber von Portfolien von Leasing- Forderungen mit Herabstufungen durch die Rating-Agenturen konfrontiert.

Einen Ausweg aus der drohenden Verengung der Finanzierungs- und Geschäftsspielräume bieten strukturierte Finanzierungsprodukte, wie Asset Backed Securities, (Enhanced) Equipment Trust Certificates oder Financial Risk Insurance Policies (FRIPs).

Asset Backed Securities haben sich bereits erfolgreich im Markt etabliert. Dabei verkauft der Leasinggeber ein Portfolio von Leasingforderungen auf eine zu diesem Zweck eingerichtete Gesellschaft, um die Leasingforderungen nicht mehr selbst bilanzieren zu müssen. Die Zweckgesellschaft wiederum begibt Wertpapiere zur Finanzierung des Kaufs der Leasingforderungen. Asset Backed Securities rechnen sich wegen ihrer aufwendigen Struktur für große Volumen (ab 50 Mill. Euro in einem Programm und 300 Mill. Euro in einer Einzeltransaktion). Diese Volumen ermöglichen zudem eine Streuung der Forderungen in einem Portfolio, die zu einem guten Rating führen.

Im Bereich der Flugzeugleasingforderungen wurde im angloamerikanischen Markt eine Möglichkeit des strukturierten Forderungsverkaufs entwickelt, die auch bei kleineren Volumen und entsprechender Risikostreuung möglich ist und unter dem Namen ETC Equipment Trust Certificates oder EETC Enhanced Equipment Trust Certificates läuft. Dieses Produkt soll verstärkt auch im europäischen Markt vertrieben werden.

Diese beiden hier dargestellten Produkte haben gemeinsam, dass die Leasingforderungen insgesamt auf einen neuen Inhaber übertragen werden. Die Inhaber von Leasingforderungen können und wollen jedoch nicht immer ihre kompletten Portfolien übertragen. Zum einen ist dies nach der ursprünglichen Vertragsgestaltung nicht immer erlaubt, oder aber der Inhaber der Forderungen hat ein nachhaltiges Interesse an deren weiteren Verwendung, beispielsweise als stetiges Einkommen oder als Bilanzposition. Für diese Fälle hat der angelsächsische Markt synthetische Strukturen entwickelt, mittels derer das Ausfallrisiko von Leasingforderungen übertragen werden kann.

Für diese strukturierten Finanzierungen können alle Arten von Leasingforderungen verwendet werden. Grundsätzlich kann diese synthetische Struktur in zwei Arten durchgeführt werden. Entweder als Versicherungsvertrag oder als Kapitalmarktinstrument.

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