Studie
Deutschland hinkt beim Factoring hinterher

Factoring hat unter Deutschlands Unternehmen immer noch ein schlechtes Image, dessen Akzeptanz als Werkzeug zur Finanzierung jedoch deutlich ansteigt. Das sind Ergebnisse einer Studie des auf Unternehmensfinanzierung spezialisierten Instituts Finance-Research im Auftrag der Factoring-Tochter der Royal Bank of Scotland (RBS).

fmk FRANKFURT. Factoring-Anbieter kaufen täglich die ausgehenden Rechnungen eines Unternehmens, das damit sofort Geld in der Kasse hat. Der Anbieter nimmt aber eine Gebühr dafür, das Geld vorzustrecken und die Forderung einzutreiben.

Nur 15,4 Prozent der befragten Unternehmen, die den Rechnungsverkauf noch nicht nutzen, hält das Image von Factoring für „gut“, niemand hält es für „sehr gut“. Eine Mehrheit ist jedoch der Meinung, dass Factoring besser ist als sein Ruf, dass es die Liquidität und das Rating verbessert sowie die Bilanz verkürzt. Die Hälfte kann sich vorstellen, Factoring eines Tages einzusetzen. 65 Prozent erwarten, dass es an Bedeutung gewinnt. Unter den Unternehmen, die es bereits nutzen, sind knapp 90 Prozent zufrieden. Für die Studie hat Finance-Research von 146 Unternehmen Antworten eingeholt.

Der Deutsche Factoring-Verband weist darauf hin, dass deutsche Unternehmen weniger Factoring nutzten als Firmen im europäischen Umland: Während das Verhältnis zwischen dem angekauften Forderungsvolumen und dem Bruttoinlandsprodukt in Deutschland bei knapp 2,5 Prozent liegt, erreichen Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien Werte von über zehn Prozent.

„Eine Deregulierung würde dazu beitragen, dass gerade auch der Mittelstand mehr auf Factoring zurückgreifen kann“, sagte der Verbandsvorstand Joachim Secker, der auch Chef der Heller Bank ist. Den Halbjahreszahlen des Factoring-Verbandes zufolge stieg der Umsatz seiner Mitgliedsfirmen auf zusammen 32,75 Mrd. Euro. Das sind 31 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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