Studie
Familienunternehmen fürchten Offenlegungspflichten

Viele Familienunternehmen fürchten sich einer Studie zufolge vor den Offenlegungspflichten im elektronischen Unternehmensregister. Jedes dritte Unternehmen erwarte, dass damit Konkurrenten die eigene Strategie durchleuchten oder ausspionieren könnten.

HB FRANKFURT/MAIN. Von 2008 an müssen viele Firmen mit deutlichen Geldbußen rechnen, wenn sie ihre Bilanz- oder Ertragsinformationen nicht im zentralen elektronischen Unternehmensregister veröffentlichen, heißt es in der am Mittwoch in Frankfurt vorgelegten Analyse der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers.. Betroffen sind etwa auch Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHs) ab einer bestimmten Größenordnung. Die Ordnungsgelder betragen bis zu 25 000 Euro und können in derselben Sache laut Pricewaterhouse Coopers bis zu achtmal jährlich erhoben werden. Bisher seien Verstöße dagegen kaum geahndet worden.

Trotz der angekündigten Verschärfung der Kontrollen erklärte in der Umfrage unter 118 Firmen rund acht Prozent der Manager, dass sie grundsätzlich lieber ein Ordnungsgeld zahlten als ihre Daten pflichtgemäß zu veröffentlichen. Neun Prozent der Unternehmen hätten bereits Umstrukturierungen wie etwa die Änderung der Rechtsform oder Betriebsaufspaltungen vorgenommen, um die Publizitätspflicht zu umgehen.

Allerdings findet die Veröffentlichungspflicht unter den befragten Managern zum Teil auch Zustimmung: So würden es 28 Prozent begrüßen, dass sie dadurch selbst Einblick in die Daten von Wettbewerbern nehmen könnten. 15 Prozent empfänden die größere Transparenz generell vorteilhaft für alle Marktbeteiligten. Gleichzeitig würden aber 30 Prozent der Unternehmenslenker glauben, dass der Blick auf die reinen Zahlen zu falschen Schlüssen führen könnte.

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