Studie
Firmen aus Schwellenländern greifen nach etablierten Unternehmen

Unternehmen aus Schwellenländern mischen einer Studie zufolge zunehmend bei Firmenkäufen in etablierten Industrienationen mit. Dies bedrohe die Wettbewerbsposition etablierter Unternehmen. Vor allem Deutschland sei in Gefahr, den Anschluss zu verlieren.

HB MÜNCHEN. Zwischen 2002 und 2006 hätten im Schnitt jährlich etwa 14 Prozent mehr Unternehmen aus Schwellenländern nach etablierten Firmen gegriffen, geht aus der Studie der Top- Managementberatung A.T. Kearney hervor, die am Mittwoch in München veröffentlicht wurde. Für die Studie untersuchte A.T. Kearney insgesamt 4000 Mehrheitsübernahmen zwischen etablierten und Schwellenländern seit 2002.

Demnach sei die Zahl der Mehrheitsübernahmen von Firmen aus Schwellenländern zwar mit 280 absolut betrachtet relativ klein gewesen, hieß es. „Bei einer Wachstumsrate von 14 Prozent ist hier allerdings ein Trend zu erkennen, der langfristig zu einer Umkehr des wirtschaftlichen Kräfteverhältnisses zwischen Unternehmen aus etablierten und aufstrebenden Ländern führen kann“, erklärte Jürgen Rothenbücher von A.T. Kearney.

Die Käufer aus den aufstrebenden Ländern kamen der Studie zufolge überwiegend aus Malaysia (24 Prozent), Indien (21 Prozent), China (12), Südafrika (7) und Russland (4). Die Verteilung entspreche damit nicht der wirtschaftlichen Stärke dieser Länder, denn dann hätte China dominieren müssen, hieß es.

Chinesische Firmen hätten aber Schwierigkeiten bei der politischen Realisierung von Akquisitionen gehabt. Unter den etablierten Ländern investierten vor allem Firmen aus den USA (23 Prozent), Großbritannien (10), Kanada (7), Singapur (7), Hongkong (7) und Deutschland (6) in Unternehmen aus Schwellenländern.

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