Studie
Junioren im Nachfolgestreik

Kinder von Unternehmern wollen oft nicht das Geschäft ihrer Eltern weiterführen, das fand das Institut für Mittelstandsforschung heraus. Doch das liegt nicht nur an den Kindern, sondern häufig auch an den Senior-Unternehmern.

HB BONN. Wenn in Deutschland Unternehmensnachfolger gesucht werden, falle die Wahl deshalb immer häufiger auf familienexterne Lösungen, berichtete der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) am Donnerstag in Bonn zu den Ergebnissen einer Studie über Unternehmensnachfolgen. Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen nähmen auch professionelle Nachfolgeberatung in Anspruch. Für die Untersuchung befragte das Bonner Institut für Mittelstandsforschung (IfM) 2005/2006 rund 600 spezialisierte Nachfolgeberater.

Die Studie macht laut BDU auch deutlich, dass viele Senior-Unternehmer ihre Nachfolge zu wenig systematisch und zu spät vorbereiteten. Die Suche nach einem externen Nachfolger gestalte sich nicht immer leicht: Knapp 50 Prozent der befragten Experten machten hierfür fehlendes Eigenkapital und Probleme beim Bankenkredit beim potenziellen Nachfolger verantwortlich.

Das IfM schätzt, dass in den kommenden fünf Jahren jeweils rund 71 000 Unternehmensübertragungen pro Jahr anstehen. Zunehmend seien kleinere Unternehmen davon betroffen. Rund 680 000 Arbeitsplätze seien mit den Nachfolgeprozessen direkt verbunden. Derzeit komme in rund 44 Prozent aller Fälle der Nachfolger aus der Familie. Gut jede zehnte Firma werde mangels Nachfolgelösung stillgelegt.

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