Studie
Ostdeutsche Firmen setzen auf Fördermittel

Wenn es um die Unternehmensfinanzierung geht, ist für ostdeutsche Mittelständler die öffentliche Förderung enorm wichtig: 40 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Ostdeutschland nutzen öffentliche Zuschüsse. In den westdeutschen Bundesländern ist der Anteil sehr viel geringer.

nh FRANKFURT. Nur vier von 100 Unternehmen setzen dort Fördermittel ein. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Hamburger Finanzdienstleisters EOS Holding in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. An der im Mai 2007 durchgeführten Umfrage, deren Ergebnisse nun vorliegen, beteiligten sich mehr als 200 Unternehmen. Rund zwölf Prozent davon stammen aus den neuen Bundesländern einschließlich Berlins.

Insgesamt vertrauen die mittelständischen Unternehmen stark auf traditionelle Finanzierungsarten. Bislang sind kurz- und langfristige Bankkredite sowie die Finanzierung aus einbehaltenen Gewinnen für die Unternehmensfinanzierung am wichtigsten. In diesem Jahr änderte sich jedoch die Reihenfolge: Erstmals rutschte die Gewinnthesaurierung auf den dritten Platz und verlor an Bedeutung. Am häufigsten nutzen die Unternehmer nun die kurzfristigen, gefolgt von den langfristigen Bankkrediten.

Doch auch bei den klassischen Finanzierungsformen unterscheiden sich Unternehmer aus Ost und West. So nutzt knapp die Hälfte der ostdeutschen Unternehmer langfristige Bankkredite, im Westen ist dies nur bei einem knappen Drittel der Fall.

Innovative Finanzierungsmittel, wie etwa der Forderungsverkauf beim Factoring, kommen bei den deutschen Mittelständlern nur selten zum Einsatz. Auf geringem Niveau sind die westdeutschen Unternehmer jedoch innovativer: Der Nutzungsgrad solcher Finanzierungsarten liegt bei ihnen leicht höher. Durch die kleine Stichprobe ostdeutscher Unternehmen ist dieser Unterschied aber nur bedingt aussagekräftig.

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