Studie
ZEW: Mittelständler sind Verlierer der Unternehmenssteuerreform

Die für 2008 geplante Unternehmenssteuerreform wird der Ansicht des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht. Vor allem der Mittelstand müsste neue Belastungen hinnehmen.

HB FRANKFURT. Es sei zu erwarten, dass die Reform weder die steuerliche Standortattraktivität noch die Bedingungen für Investitionen und Wachstum entscheidend verbessern werde, heißt es in einer aktuellen Studie des ZEW. Das ZEW macht dabei den Mittelstand als einen der Verlierer der Reform aus. Aber auch verschuldete und innovative Unternehmen mit Anlaufverlusten würden nicht profitieren.

Gewinner der Reform, weil am meisten entlastet, seien hingegen vor allem ertragsstarke und mit Eigenkapital finanzierte Unternehmen, hieß es. Weiter kritisierte das ZEW dass „systemtragende Prinzipien“ der Einkommensbesteuerung verletzt würden. Es sei zu befürchten, dass das Vertrauen in die Verlässlichkeit der deutschen Steuerpolitik schwinde.

Das Kabinett hatte Mitte Juli die Eckpunkte der für 2008 geplanten Unternehmenssteuerreform beschlossen. So soll die Tarifbelastung der Gewinne für Kapitalgesellschaften auf knapp unter 30 Prozent sinken. Dazu solle der Körperschaftssteuersatz auf 12,5 Prozent halbiert und die Gewerbesteuermesszahl auf 4% von 5 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig entfällt die Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe.

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