Studienprogramm für Nachwuchskräfte
Mittelstand befürchtet Arbeitskräftemangel in China

Deutschen Mittelständlern gehen in ihren chinesischen Niederlassungen allmählich die qualifizierten Fachkräfte aus. Vielfach zögen die Mittelständler gegenüber ausländischen Großkonzernen den Kürzeren. Eine eigene Initiative soll Abhilfe schaffen.

HB DÜSSELDORF. „Außerhalb der Ballungsräume wie Schanghai oder Peking wird es für unsere Mittelständler immer schwieriger, Führungskräfte zu bekommen“, erläutert Dieter Brucklacher, Präsident des überwiegend mittelständisch geprägten Maschinenbauverbands VDMA. Angesichts eines beschränkten Angebots lokaler Führungskräfte gebe es einen harten Konkurrenzkampf um gute Leute.

Bessere Karten haben die Großkonzerne. „Die können im Zweifel immer das interessantere, sprich das höhere Geldangebot machen“, sagte Brucklacher. Auch in seiner eigenen Firma, dem Werkzeugmaschinenbauer Leitz, musste Brucklacher diese Erfahrung machen. „Vier Führungskräfte gingen uns verloren, weil sie nicht bereit waren, von Shanghai an den neuen Standort nach Nanjing zu ziehen.“

Die Mittelständler setzen nun auf die Initiative einer Fachhochschule im Ruhrgebiet, chinesische Studenden schnell und praxisnah auf kaufmännische Führungspositionen zu schulen. Bei der Lösung des immer größer werdenden Arbeitskräfteproblems will die Essener Fachhochschule für Oekonomie und Management (FOM) helfen. Seit zwei Jahren bildet sie an zwei Standorten in China Studenten zu Diplom-Kaufleuten aus.

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Die Chinesen müssen zuvor einen einjährigen Deutschkurs absolvieren. Teil des Studiums ist außerdem ein einjähriger Aufenthalt in Deutschland, bei dem der Nachwuchs Praxiserfahrung in der hiesigen Wirtschaft sammelt.

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