Subprime-Krise
Förderkonditionen verschlechtern sich

Auf 1,5 Billionen US-Dollar wird mittlerweile der weltweite Schaden durch die US-Hypothekenkrise veranschlagt. Sie könnte sich auch in Deutschland zu einer handfesten Finanzkrise aufbauen. Vor allem öffentliche Banken haben sich mit unsicheren US-Krediten buchstäblich verkalkuliert. Was passiert nun mit Unternehmen mit geringer Bonität, die auf Förderung durch diese Banken sinnen?

BAD CAMBERG. Laut Renko-Consult.de könnten Unternehmen mit geringer Kreditwürdigkeit zu Betroffenen der Subprime-Krise werden -obwohl sie mit dieser nicht im entferntesten etwas zu tun haben.

Prominentestes Opfer ist die IKB. Die größte deutsche Förderbank KfW - 80 Prozent gehören dem Staat, 20 Prozent den Ländern - hatte bereits in 2007 für die IKB Verpflichtungen von rund 8,1 Mrd. Euro übernommen. Bevor sie im August dieses Jahres ihre Mehrheitsbeteiligung an der Mittelstandsbank IKB zum Niedrigpreis an den Sanierer Lone Star abgestoßen hat. Das geht nicht ohne Substanzverlust bei der Staats- und Förderbank KfW über die Bühne.

Wolfgang Schweickhardt, stellvertretender Pressesprecher Konzernkommunikation der KfW-Bankengruppe, schwächt die Zusammenhänge zwischen Ursache und Folgen ab. "Die US-Hypothekenkrise hat, wenn überhaupt, nur sehr moderate Auswirklungen auf die Unternehmensfinanzierung." Er spricht von "leicht verschlechterten Bedingungen beim Zugang zu Förderkrediten." Davon seien mittlere und kleine Unternehmen, meist mit geringerer Bonität, etwas stärker betroffen als die größeren, räumt er ein.

Die Konditionen beim KfW-Startgeld für Unternehmensgründer und Freiberufler bis 50000 Euro sprechen eine deutlichere Sprache. Im Januar dieses Jahres lag der Zinssatz bei zehn Jahren Laufzeit noch bei 5,8 Prozent. Aktuell liegt er einen Prozentpunkt darüber (6,85 Prozent).

Beim KfW Gründer-Coaching gibt es zusätzliche Schwellen - über dieses Programm werden die wirtschaftliche, finanzielle und organisatorische Firmengründung gefördert. Bereits erhaltene Zuschüsse aus dem KfW-Gründer-Coaching oder von der Bundesagentur für Arbeit (ESF BA Coaching) werden nun angerechnet. Dadurch sinkt automatisch bei vorheriger Förderung die Bemessungsgrundlage.

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