Südamerika
Kolumbien steht vor Hotel-Boom

Das Image Kolumbiens ändert sich zum Guten. Das südamerikanische Land will den Tourismus ankurbeln. Hotels boomen, 26 Häuser sollen neu gebaut werden. Und dabei ist die heimische Branche vor allem auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen - etwa für den Bau von Großküchen.

CARACAS. Der Tourismus-Sektor hat in den letzten Jahren in Kolumbien eine starke Renaissance erlebt. Durch die verbesserte Sicherheitslage expandiert der Binnentourismus und auch immer mehr ausländische Gäste besuchen das Land. Die wachsende Nachfrage hat den Hotelsektor auf den Plan gerufen, der in den kommenden Jahren zahlreiche neue Hotels bauen will. Davon dürften auch deutsche Lieferanten von Ausrüstungen für das Gastgewerbe profitieren.

Nach Angaben des Ministeriums für Handel, Industrie und Tourismus von Anfang Januar 2009 sollen allein 2009 in Kolumbien 26 Hotels fertig gestellt werden mit insgesamt 4.278 Zimmern. Der Minister Luis Guillermo Plata verkündete Ende Januar 2009, dass bis 2011 annähernd 16.000 neue Betten entstehen werden. Obwohl die globale Finanzkrise derartige Ankündigungen notgedrungen mit einem Fragezeichen behaftet, folgen die Investitionspläne dem starken Aufschwung im kolumbianischen Tourismus in den letzten drei Jahren.

Hinzu kommen die Imagekampagnen der Regierung im Ausland, welche die Welttourismusorganisation Anfang 2009 in einer Studie als beispielhaft dafür herausgekehrt hat, wie ein Land ein Negativimage in der internationalen Wahrnehmung in wenigen Jahren umkehren kann. Die Imagewerbung dürfte mit dazu beigetragen haben, dass die Anzahl ausländischer Touristen sich von 624.990 im Jahr 2003 auf 1.222.102 im Jahr 2008 nahezu verdoppelt hat.

Ziel der Regierung ist es, die Besucherzahlen aus dem Ausland bis 2010 auf 4 Mio. zu steigern. Dann sollen auch die Deviseneinnahmen durch ausländische Touristen auf 4 Mrd. US$ pro Jahr anwachsen. Bereits jetzt spielt der Tourismus in Kolumbien auch volkswirtschaftlich eine immer wichtigere Rolle. Im Jahre 2007 war der Sektor mit Einnahmen durch ausländische Gäste von 2,26 Mrd. US$ der drittwichtigste Devisenbringer nach den Exporten von Erdöl und Kohle.

Nach Angaben des Hotelverbandes Cotelco verfügte Kolumbien Ende 2008 über 1.526 Hotels (inklusive Pensionen und Aparthotels). Im Jahr 2003 hatte die Regierung Steuererleichterungen für den Bau und die Renovierung von Hotels erlassen (Dekret 2755/2003). Für neue Hotels, die bis 2018 errichtet werden, fallen für einen Zeitraum von 30 Jahren keine Gewinnsteuern an. Dies hat den Hotelbau in den vergangenen Jahren angetrieben. So wurden zwischen 2003 und 2007 etwa 100,43 Mio. US$ in den Hotelbau investiert. Dabei profitierten die Projekte von den genannten Steuererleichterungen. Es wurden circa 7.500 Zimmer renoviert und 3.900 neue Zimmer gebaut.

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