Südostasien
Philippinen: Lebensmittel laufen

Die Produktion von Nahrungsmitteln ist eine der Boomsegmente auf den Philippinen. Der Bedarf ist groß - und die Bevölkerung wächst. Ergo: Hochwertige Maschinen sind in der Lebensmittelindustrie gefragt.

MANILA. Die Nahrungsmittelverarbeitung zählt in den Philippinen zu den attraktivsten Branchen, nicht zuletzt, da die wachsende Bevölkerung für eine anhaltende Nachfrage sorgt. Gemessen an der gesamten Bruttowertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes entfiel auf die Sparte ein Anteil von fast 50%. Als Abnehmer hochwertiger Maschinen kommen sowohl die großen philippinischen Firmen wie auch die internationalen Nahrungsmittelkonzerne in Frage. Vor allem die exportorientierten Branchenunternehmen setzen auf importierte Technik.

Nahrungsmittelverarbeitung und -produktion sowie die Getränkeherstellung zählen zu den attraktivsten Branchen in den Philippinen. So ist Essen eine der Lieblingsbeschäftigungen der Philippiner, was sich nicht zuletzt an der florierenden Schnellrestaurantbranche, vor allem in den vielen Einkaufszentren, ablesen lässt. Des Weiteren wächst die Bevölkerung weiterhin, wobei auch der Anteil der Jungen hoch bleibt. Hält der derzeitige Trend an, so wird die Einwohnerzahl pro Minute um etwa drei Personen zunehmen. Von etwa 92 Mio. im Jahr 2009 soll sie bis 2025 auf rund 120 Mio. steigen. Die Verbraucher in den Philippinen haben verglichen mit denjenigen in anderen Ländern der Region aus historischen Gründen einen stärker westlich orientierten Geschmack; sowohl was die Nahrungsmittel als auch die Verpackungen anbelangt.

Ein Blick auf das verarbeitenden Gewerbes zeigt die Bedeutung der Branche. 2007 belief sich die Bruttowertschöpfung der Nahrungsmittelverarbeitung auf 715,5 Mrd. philippinische Peso (philPeso, ca. 11,4 Mrd. Euro, 1 Euro = 63,0 philPeso, Jahresdurchschnittskurs 2007). Der Anteil des Segment an der Bruttowertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes lag damit bei hohen 48,9%. Weitere 3,4% entfielen auf die Getränkeherstellung. Trotz der weltweiten Finanzkrise hat sich die Nahrungsmittelverarbeitung 2008 gut entwickelt: so verzeichneten zum Beispiel die im Rahmen der Monthly Integrated Survey of Selected Industries des National Statistics Office (NSO) ermittelten Indizes des Produktionswertes und des -volumens einen kräftigen Anstieg, etwas durchwachsener fiel das Ergebnis bei Getränken aus.

Auch 2009 zählt die Nahrungsmittelverarbeitung zu den Branchen mit überdurchschnittlichen Aussichten. Generell positiv für die Nahrungsmittelverarbeitung ist, dass im Investment Priorities Plan (IPP) 2008 die Agrarindustrie einschließlich der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen berücksichtigt worden ist. Investitionsprojekte in diesem Bereichen können mit staatlichen Vergünstigungen rechnen, wenn die Verarbeitung über eine eigene Produktion oder feste vertragliche Anbauvereinbarungen verfügt.

Auf Segmentebene bestehen speziell für deutsche Nahrungsmittelmaschinenhersteller gute Chancen bei Fleisch, da Fastfoodketten stark verbreitet sind. Die philippinische Jollibee Foods ist hier Marktführer, noch vor McDonalds. Ebenfalls ein großer Markt sind Backwaren, unter anderem Toastbrot. Des Weiteren gewinnen Fertiggerichte aller Art bei den Verbrauchern stark an Attraktivität. Auch Süßwaren erfreuen sich bei den Philippinern größter Beliebtheit.

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