Süßwarenindustrie
Wenn Weihnachten schon im Sommer beginnt

Die einen klagen noch über das schlechte Sommerwetter, da haben andere längst Weihnachten im Blick. In einem kleinen Ort bei Gütersloh laufen die Backöfen auf Hochtouren. Bald beginnt die Zeit für Spekulatius, Vanillekipferl und Lebkuchen.
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Rietberg/BonnKaum sind die Sommerferien vorbei, steht Weihnachten vor der Tür: In den Supermärkten werden sich schon bald Lebkuchen, Zimtsterne und Spekulatius breit machen. Rund 60 deutsche Unternehmen sorgen dafür, dass mit Weihnachtsgebäck schon früh die Vorfreude auf Gabentische und bunte Teller geweckt wird.

Durch die kleine Ortschaft Rietberg-Mastholte bei Gütersloh zieht schon der würzige Duft von Zimt und Nelken. Hier haben die 300 Mitarbeiter von „Schulte Feingebäck“ bereits im Juni damit begonnen, riesige Mengen Weihnachtsplätzchen zu backen - etwa Spekulatius. 100 Tonnen Kekse - im Fachjargon „feine Backwaren“ - stellt das mittelständische Unternehmen täglich her. Und steuert damit seinen Teil zur gesamten Produktionsmenge von bundesweit immerhin 760.000 Tonnen bei.

„Jeder Deutsche vernascht im Jahr knapp 7,5 Kilogramm Kekse“, berichtet Torben Erbrath vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie in Bonn. Die Hälfte davon ist Weihnachtsware. Rund 1,9 Milliarden Euro haben die Bundesbürger allein im vergangenen Jahr für die süßen Backwaren ausgegeben.

Auch wenn in Mastholte schon seit Wochen alle Zeichen auf Weihnachten stehen, fühlt es sich in den Produktionshallen nach Sommer an. Während nämlich an manch kaltem Augusttag die Menschen draußen das Frösteln überkommt, herrschen in der Keksproduktion teilweise hochsommerliche 25 Grad Celsius.

Pünktlich zum Saisonbeginn Ende August sollen Nougatmonde, Vanillekipferl und Honiglebkuchen in den Regalen stehen. In Mastholte wird das Personal deswegen um 30 Prozent aufgestockt, in drei statt in zwei Schichten gearbeitet.

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Kalte Temperaturen machen Lust auf Weihnachtsgebäck

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