Technologien und Umweltprobleme
Deutschland und Israel bauen Wirtschaftskooperation aus

Bei den historischen deutsch-israelischen Regierungskonsultationen trafen beide Länder eine Reihe von Vereinbarungen zur Verbesserung ihrer bilateralen Beziehungen. In erheblichem Maße sind auch wirtschaftliche Belange betroffen. Wichtige Gebiete sind dabei zukunftsweisende Technologien und Bemühungen um die Lösung von Umweltproblemen.

bfai JERUSALEM. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und der israelische Minister für Industrie, Handel und Arbeit, Eli Yishai, vereinbarten, auf eine Erhöhung der beiderseitigen Investitionen hinzuwirken. Zu diesem Zweck sind unter anderem deutsch-israelische Investitions- und Wagniskapitalveranstaltungen geplant. Biowissenschaften, Umwelttechnik und der Energiebereich zählen zu den anvisierten Branchen. Deutschland und Israel kamen überein, gemeinsame Projekte zur Förderung von Unternehmen aus beiden Ländern auf dem Gebiet der Energieeffizienz in die Wege zu leiten. Israel regte auch ein Kooperation auf dem Gebiet der Cleantech an.

Die Umweltminister beider Länder, Sigmar Gabriel und Gideon Ezra, vereinbarten eine Intensivierung der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Klimawandel, Energieeffizienz, erneuerbare Energien sowie Wasser- und Abfallmanagement. An der Kooperation sollen Unternehmen aus beiden Ländern beteiligt werden. Beide Regierungen streben die Zusammenarbeit in trockenen und halbtrockenen Zonen auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft und -versorgung an. Hierbei könne auf die israelische Erfahrung bei der Agrarbewässerung zurückgegriffen werden. Ihrerseits sei ist die Bundesrepublik bestrebt, zur Sicherung der Wasserversorgung in den genannten Zonen beizutragen.

Zur Intensivierung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit soll ein im April von den Ressortinhabern Annette Schavan und Ghaleb Majadle auszurufendes Deutsch-Israelisches Jahr der Wissenschaft und Technologie beitragen. Während der Regierungskonsultationen wurde mitgeeilt, dass seit Anfang der sechziger Jahre mehr als 25.000 deutsche und israelische Wissenschaftler an Kooperationsprojekten teilgenommen haben. Die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit gilt als Vorzeigemodell.

Die Vereinbarungen sind ein Ergebnis der 1. Deutsch-Israelischen Regierungskonsultationen, die am 17.3.08 in Jerusalem stattfanden. Die Verhandlungen, die in Zukunft regelmäßig wiederholt werden sollen, stellen die ohnehin engen Beziehungen beider Länder "auf eine höhere Stufe".

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