Traktorhersteller
Fendt fürchtet sinkenden Gewinn

Fendt leidet unter der schwachen Konjunktur, die auch bäuerliche Betriebe betrifft. Der Traktorhersteller rechnet nach deutlichen Zuwächsen 2008 mit Bremsspuren in diesem Jahr.

HB MARKTOBERDORF. Die Landtechnikmärkte seien seit Mitte des Jahres regelrecht zusammengebrochen, sagte Geschäftsführer Peter-Josef Paffen am Dienstag in Marktoberdorf im Allgäu bei der Jahrespressekonferenz des Fendt-Mutterkonzerns AGCO GmbH. Ursache dafür seien extremer Preisdruck und niedrige Erzeugerpreise für die Landwirte.

Im vergangenen Jahr hatte Fendt den Umsatz um 25 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro gesteigert. Paffen sprach von einem "Ausnahmejahr" mit einem sehr positivem Investitionsklima und einem deutlichen Anstieg des Anteils von Großtraktoren. Das Unternehmen konnte 2008 insgesamt über 15 400 Traktoren verkaufen, rund 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit sei Fendt an seinen beiden schwäbischen Standorten Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen.

Im laufenden Jahr will der Traktorenhersteller wegen der geringeren Aufträge seine Produktionszahlen auf 14 000 Traktoren reduzieren. Damit würde Fendt trotz der schwierigen Marktsituation 2009 die zweithöchste Produktionszahl seit 20 Jahren erzielen, sagte Paffen. Ende Dezember 2008 waren bei Fendt über 3320 Mitarbeiter beschäftigt, rund 240 mehr als im Vorjahreszeitraum. Ende Juli 2009 lag die Mitarbeiterzahl bei fast 3 400.

Fast zwei Drittel der Fendt-Produkte gehen nach Paffens Angaben in den Export. Wichtigste Absatzregion sei West- und Zentraleuropa. Aber auch nach Nordamerika, Australien, Asien und Osteuropa werden die Traktoren verkauft. Der europäische Traktorenmarkt umfasste im vergangenen Jahr rund 270 000 Einheiten. Im laufenden Jahr sei ein Rückgang auf rund 175 000 Traktoren zu erwarten.

Fendt mit den bayerisch-schwäbischen Standorten in Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim produziert Traktoren und Erntemaschinen und gehört zum US-Konzern AGCO. Das US-Unternehmen ist ein globaler Hersteller von Agrarmaschinen und dazugehörigen Ersatzteilen. AGCO hat seinen Hauptsitz in Duluth im US-Bundesstaat Georgia und erzielte nach eigenen Angaben 2008 einen Nettoumsatz von rund 8,4 Mrd. Dollar.

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