Trotz internationaler Krisen Wo der Mittelstand 2017 wachsen will

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Wachstumseinbußen durch Zahlungsausfälle
Diese Familienunternehmen sind die Lieblinge der Mitarbeiter
Die 50 größten Betriebe erwirtschafteten eine Billion Euro
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2015 beschäftigten die 50 größten Familienunternehmen Deutschlands laut der Karriereplattform Kununu fast vier Millionen Mitarbeiter – der gemeinsame Umsatz belief sich auf eine Billion Euro. Eine Kununu-Analyse von 12.000 Bewertungen zeigt, welche dieser Unternehmen Arbeitnehmer besonders schätzen – und warum. Auf einer Skala von eins (sehr schlecht) bis fünf (sehr gut) bewerteten ehemalige und aktuelle Mitarbeiter die Arbeitsbedingungen, Karrierechancen und Gehälter.

Platz 10: B. Braun Melsungen
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Der Hersteller von Medizintechnik- und Pharmaprodukten punktet bei seinen Mitarbeitern laut Befragung vor allem mit seinem Image. Das Sortiment umfasst 5000 Artikel, die der Konzern in eigener Fertigung herstellt. Bis Ende 2015 beschäftigte das Pharma-Unternehmen 55.719 Mitarbeiter. Im Durchschnitt aller Kategorien erhielt die B. Braun Melsungen AG 3,71 von fünf möglichen Punkten.

Platz 9: Brose
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In die Top Ten der beliebtesten Familienunternehmen Deutschlands hat es ebenfalls der Automobilzulieferer Brose geschafft. Laut der Karriereplattform Kununu schätzen Mitarbeiter bei Brose vor allem den kollegialen Zusammenhalt. 1971 übernahm der heutige Vorstandsvorsitzende Michael Stoschek (Bild) die Leitung des damaligen Metallwerks – zu diesem Zeitpunkt beschäftigte das Unternehmen 1000 Mitarbeiter und erreichte ein Geschäftsvolumen von 55 Millionen D-Mark. Heute sind 24.000 Mitarbeiter an 60 Standorten in 23 Ländern tätig – und erwirtschaften 6,1 Milliarden Euro Umsatz.

Platz 8: Bosch
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Bosch hat Software an Volkswagen geliefert, die von dem Autobauer auch für dessen massenhaften Abgasbetrug genutzt wurde. Trotzdem landet der international agierende Automobilzulieferer im Ranking der beliebtesten Familienunternehmen Deutschlands auf Platz acht – und das laut Kununu gerade wegen seines Images. „Bei Unternehmen, die meist weltweit agierende Konzerne sind, überstrahlt das Gesamtimage offenbar sogar die unmittelbar mitarbeiterrelevanten Merkmale“, sagt ein Sprecher.

Platz 7: Heidelberg-Cement
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In der Gesamtbewertung erhält das Baustoffunternehmen 3,8 von fünf möglichen Punkten. Überdurchschnittlich gut schneidet der Konzern mit Hauptsitz in Heidelberg in der Kategorie Kollegenzusammenhalt ab. Im Heidelberg-Cement-Konzern sind etwa 63.000 Mitarbeiter in rund 60 Länden an über 3000 Standorten tätig.

Platz 6: Beiersdorf
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Die wohl bekannteste und erfolgreichste Marke der Beiersdorf AG ist Nivea. Die Produktpalette ist in 200 Ländern erhältlich und zählt mittlerweile zu den größten Hautpflegemarken der Welt. Auf der Karriereplattform überzeugt der Hersteller von Pflegeprodukten bei ehemaligen und aktuellen Beschäftigen durch das Gehalt und Sozialleistungen.

Platz 5: VW
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Vor mehr als einem Jahr wurde bekannt, dass Volkswagen illegale Abschalteinrichtungen in der Motorsteuerung von Diesel-Fahrzeugen eingesetzt hat, um US-Abgasnormen zu umgehen. Trotzdem lieben die Mitarbeiter den Wolfsburger Autobauer nach wie vor: Im Ranking belegt VW Platz fünf. Das Unternehmen überzeugt durch Gehalt und Sozialleistungen.

Im internationalen Vergleich sind die deutschen Mittelständler damit teils deutlich optimistischer als Unternehmer in anderen Märkten und erwarten mehrheitlich ein Umsatzwachstum in den kommenden zwölf Monaten. Gleichzeitig ist der Mittelstand im internationalen Vergleich häufiger von Zahlungsausfällen betroffen. Zwölf Prozent, so heißt es in der Studie, büßten hierdurch Wachstum ein.

„Trotz des positiven Ausblicks gibt es eine Reihe von kurz- und langfristigen Risiken“, kommentiert Andreas Dehlzeit, Geschäftsführer von Bibby Financial, die Analyse für Deutschland. „Der Fachkräftemangel, steigende Lohnkosten, Bestimmungen zu Zeitarbeitskräften und die Reform der Erbschaftssteuer stellen unmittelbare Herausforderungen dar.“ Investitionen werden zukünftig vor allem in die Mitarbeiterschulung und- entwicklung (62 Prozent) getätigt sowie für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter eingeplant.

Schaut man über den deutschen Tellerrand hinaus, blicken die befragten Unternehmen in Deutschland und den anderen fünf betrachteten Märkten erheblich skeptischer auf die Entwicklung der globalen Wirtschaft. Nur zwölf bis 36 Prozent der Befragten gaben hier eine positive Einschätzung ab.

Dies ist vor allem auf internationale Krisenherde wie den Bürgerkrieg in Syrien zurückzuführen. Der Brexit spielte bei den Einschätzungen der Unternehmen hingegen nur eine untergeordnete Rolle.

Andreas Dehlzeit: „Die traditionell stark exportorientierte deutsche Wirtschaft hängt natürlich stark von den internationalen Absatzmärkten ab. Die weltweiten politischen und kriegerischen Konflikte sind daher eine potenzielle Belastung. Vor allem größere Mittelständler haben unserer Studie zufolge einen negativen Blick auf die Entwicklung der globalen Wirtschaft, was in ihrer tendenziell höheren Exportquote begründet liegt.“

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4 Kommentare zu "Trotz internationaler Krisen: Wo der Mittelstand 2017 wachsen will"

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  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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